30.03.2026

Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten über die Festlegung einer neuen Obergrenze für Handelszölle sind nach einem Treffen zwischen dem EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und seinem amerikanischen Amtskollegen Jamieson Greer am Samstag vorangekommen. Bei dem Treffen haben beide Seiten ihre Handelsbeziehungen überprüft und vereinbart, die Gespräche weiter voranzutreiben. Sefcovic bezeichnete die Begegnung auf einer Pressekonferenz als "sehr positiv".
Die Gespräche folgen auf einen Schritt nach vorn, den das Europäische Parlament am vergangenen Donnerstag gemacht hat, indem es die Gesetzgebung vorantrieb, die zur Erfüllung der im Juli letzten Jahres in Schottland eingegangenen Verpflichtungen erforderlich ist. Bei diesem Treffen trafen der damalige US-Präsident Donald Trump und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen zusammen und beendeten die monatelange Unsicherheit, die durch die Zolldrohungen der US-Regierung entstanden war. Mit der damals erzielten Einigung wurde eine neue Einfuhrsteuer eingeführt und der Weg für weitere Verhandlungen geebnet.
Nach dem derzeitigen Rahmen wird das neue Abkommen die US-Gewerbezölle auf EU-Waren abschaffen und eine Obergrenze von 15 % für die Zölle auf die meisten europäischen Produkte, die in die USA eingeführt werden, festlegen. Für europäische Weine und Spirituosen gelten bereits Zölle von fast 15 %, so dass sie im Gegensatz zu anderen nichtlandwirtschaftlichen Erzeugnissen im Rahmen des neuen Abkommens keine Ermäßigungen oder Ausnahmen erhalten werden.
Für die Weinindustrie bedeutet dies, dass für Ausfuhren aus Europa in die USA weiterhin ein Höchstzollsatz von 15 % gelten wird. Diese Obergrenze verhindert eine Erhöhung über diesen Satz hinaus, senkt aber nicht die bestehenden Kosten für Importeure oder Erzeuger. In dem Abkommen wird kein anderer Satz für Wein festgelegt, so dass davon ausgegangen wird, dass die allgemeine Obergrenze gilt.
Mit diesem festen Zollsatz bleiben die Einfuhrkosten für europäischen Wein in die USA stabil bei 15 % über dem Fabrikpreis. Diese Maßnahme vermeidet plötzliche Zollerhöhungen, bedeutet aber auch, dass europäische Weine auf dem amerikanischen Markt im Vergleich zum Vorkonflikt teurer bleiben. Der Artikel enthält keine konkreten Preisbeispiele oder Zahlen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen.
Es werden keine unmittelbaren Änderungen in der Logistik oder den Zollverfahren für Wein oder andere Waren als Folge dieses Abkommens erwartet. Der Text erwähnt keine Anpassungen bei den Dokumentationsanforderungen, den Versandzeiten oder den Unwägbarkeiten in der Lieferkette, was darauf hindeutet, dass die logistischen Abläufe wie bisher weiterlaufen werden, sofern keine künftigen politischen Änderungen eingeführt werden.
Die Risiken für den Sektor bleiben bestehen. Die USA haben neue Untersuchungen eingeleitet, die bei einer Eskalation der Streitigkeiten zur Wiedereinführung von Zöllen gegen EU-Produkte führen könnten. Während diese Risiken qualitativ erwähnt werden, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Quantifizierung der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen.
Andererseits haben US-Beamte hervorgehoben, dass das Abkommen dem transatlantischen Handel bis März 2028, wenn der derzeitige Rahmen ausläuft, "Stabilität und Vorhersehbarkeit" bringt. Für Weinexporteure und -importeure bietet dies ein Umfeld, in dem sie auf der Grundlage bekannter Zollsätze planen können, ohne abrupte Erhöhungen befürchten zu müssen.
Die Umsetzung des Abkommens hängt davon ab, dass beide Parteien ihre jeweiligen Verpflichtungen erfüllen. Eine Senkung der Zölle für Wein wird nur dann erfolgen, wenn die USA ihre Zölle zuerst senken; bis dahin bleiben die derzeitigen Sätze in Kraft.
Branchenvertretern wird empfohlen, die laufenden Verhandlungen genau zu verfolgen und sich für künftige Senkungen oder Ausnahmen für Wein und Spirituosen vor 2028 einzusetzen. Mit einer festen Zollobergrenze können Weinkellereien und Exporteure ihre Exportkosten mit größerer Sicherheit kalkulieren, was stabile Preisstrategien für amerikanische Importeure unterstützt.
Angesichts der anhaltenden Risiken neuer Zölle, die sich aus den US-Untersuchungen ergeben, kann die Diversifizierung in alternative Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten dazu beitragen, die potenziellen negativen Auswirkungen auf die europäischen Weinexporte abzumildern.
Während die Verhandlungen weitergehen und mit Blick auf mögliche Änderungen nach 2028 bereiten sich die Akteure in beiden Regionen auf weitere Entwicklungen vor, die den Zugang zu einem der größten Weinmärkte der Welt neu gestalten könnten.
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