25.02.2026

Die Europäische Union hat ein Hilfspaket in Höhe von 40 Millionen Euro angekündigt, um französische Winzer zu unterstützen, die mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft, gab die Maßnahme in einem Interview vor seinem Besuch des Salon de l'Agriculture in Paris bekannt. Die Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der französische Weinsektor mit verschiedenen Belastungen konfrontiert ist, darunter geopolitische Spannungen aufgrund des Krieges in der Ukraine und von den Vereinigten Staaten und China verhängte Zölle. Diese Faktoren haben die französischen Weinexporte stark belastet.
Hansen erklärte, dass die EU 40 Millionen Euro aus ihrer Agrarreserve freigeben wird, um die "Krisendestillation" zu finanzieren. Dieser Mechanismus ermöglicht es, überschüssige Weinbestände in Alkohol für die industrielle Verwendung umzuwandeln, um überschüssige Mengen vom Markt zu nehmen und die Preise zu stabilisieren. Nach Ansicht des Kommissars ist dies eine wichtige Ankündigung für den Weinsektor, da sie darauf abzielt, den durch den sinkenden Inlandsverbrauch und die rückläufigen Exporte verursachten Druck etwas zu lindern.
Die französischen Weinerzeuger hatten ihren Bedarf zuvor auf 80 Mio. € geschätzt und dabei einen stetigen Rückgang des Verbrauchs innerhalb Frankreichs und geringere Exportmöglichkeiten aufgrund der anhaltenden Handelsstreitigkeiten mit wichtigen Märkten wie den USA und China angeführt. Auch wenn die neue Finanzierung hinter den Forderungen der Branche zurückbleibt, so ist sie doch ein konkreter Schritt der europäischen Behörden, um auf dringende Probleme zu reagieren.
Abgesehen von dieser Sofortmaßnahme verteidigte Hansen die Freihandelsabkommen der EU als wichtige Instrumente zur Unterstützung von Agrarexporten, einschließlich Wein. Er argumentierte, dass angesichts der begrenzten Aussichten auf einen steigenden Inlandsverbrauch die Erschließung neuer Exportmärkte für die Preisstabilität von entscheidender Bedeutung sei. Hansen verwies auf die laufenden Verhandlungen mit den Mercosur-Ländern als Beispiel und merkte an, dass jede Entscheidung über die vorläufige Anwendung solcher Abkommen nach Konsultationen mit den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament getroffen werde.
Hansen wies auch darauf hin, dass die im nächsten EU-Haushalt für die Landwirte bereitgestellten Mittel zwischen 2028 und 2034 voraussichtlich fast 400 Milliarden Euro erreichen werden, gegenüber 386 Milliarden Euro im laufenden Zeitraum von 2021 bis 2027. Innerhalb dieses Finanzrahmens werde der Weinbau seine Position weiter verteidigen und sich um weitere Unterstützung bemühen, sagte er.
Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der viele im französischen Agrarsektor angesichts der globalen Unsicherheit und der sich verändernden Marktdynamik nach Sicherheit suchen. Der Salon de l'Agriculture ist nach wie vor eine wichtige Veranstaltung, um die französische Landwirtschaft zu präsentieren und die öffentliche Unterstützung für Landwirte und Erzeuger im ganzen Land zu gewinnen.
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