Frankreich erhöht 2026 die Alkoholsteuer

Leichte Erhöhungen der Alkoholsteuern auf Wein, Bier und Spirituosen, da Frankreich die Steuersätze an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes anpasst

07.01.2026

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France Raises Spirits Excise Duty to €1,932.42 per Hectoliter in 2026 Amid Inflation Adjustment

Frankreich hat mit Wirkung vom 1. Januar 2026 neue Verbrauchssteuersätze für alkoholische Getränke eingeführt. Die aktualisierten Tarife spiegeln das jährliche Indexierungsverfahren des Landes wider, bei dem die Steuersätze entsprechend der Inflation und den gesetzlichen Anforderungen angepasst werden. Die Änderungen betreffen eine breite Palette von alkoholischen Produkten, darunter Weine, Biere, Zwischenprodukte wie angereicherte Weine und Spirituosen. Obwohl die Erhöhungen bescheiden ausfallen, werden sie sich auf die Preisgestaltung und die Einhaltung der Vorschriften für Unternehmen auswirken, die mit der Einfuhr, dem Vertrieb und dem Verkauf von Alkohol in Frankreich befasst sind.

Die Verbrauchssteuer auf stille Weine wurde von 4,12 € auf 4,19 € pro Hektoliter angehoben. Für Schaumweine gilt nun ein Steuersatz von 10,38 € pro Hektoliter, der zuvor bei 10,20 € lag. Für Apfelwein, Birnenwein und Met ist ein leichter Anstieg auf 1,46 Euro pro Hektoliter zu verzeichnen. Für Zwischenerzeugnisse wie gespritete Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (VDN/VDL AOP) beträgt der Steuersatz jetzt 52,39 Euro pro Hektoliter, gegenüber 51,49 Euro im letzten Jahr. Andere Zwischenerzeugnisse werden mit 209,53 € pro Hektoliter besteuert, gegenüber 205,93 €.

Auch die Verbrauchssteuer auf Bier wurde angepasst. Biere mit einem Alkoholgehalt von 2,8 % ABV oder weniger werden nun mit 4,12 € pro Hektoliter pro Grad Plato besteuert, während Biere mit mehr als 2,8 % ABV mit 8,24 € pro Hektoliter pro Grad Plato besteuert werden. Kleine Brauereien mit einem Jahresausstoß von bis zu 200 000 Hektolitern kommen in den Genuss des niedrigeren Steuersatzes von 4,12 € pro Hektoliter und Grad Plato.

Bei den Spirituosen gab es in absoluten Zahlen einige der größten Erhöhungen. In den französischen Überseedepartements (DOM) hergestellter Rum wird nun mit 966,75 € pro Hektoliter reinen Alkohols (hlpa) besteuert, gegenüber 950,12 € im letzten Jahr. Für andere Spirituosen gilt ein neuer Steuersatz von 1.932,42 € pro hlpa, gegenüber 1.899,18 € im Vorjahr.

Zusätzlich zu diesen grundlegenden Verbrauchsteuern erhebt Frankreich Sozialversicherungsbeiträge auf bestimmte alkoholische Erzeugnisse. Für Zwischenerzeugnisse mit einem Alkoholgehalt von mehr als 18 % beträgt der Beitrag nun 20,97 € pro Hektoliter, für Biere mit einem Alkoholgehalt von mehr als 18 % 52,39 € pro Hektoliter und für in den französischen überseeischen Departements hergestellte Spirituosen 620,47 € pro Hektoliter.

Die Vormischungssteuer gemäß Artikel 1613 bis des französischen Steuergesetzbuches bleibt bis 2026 unverändert: 3 € pro Deziliter reinen Alkohols für Weine und gegorene Getränke und 11 € pro Deziliter für andere Produkte.

Diese Anpassungen basieren auf der Wachstumsrate des INSEE-Verbraucherpreisindexes (ohne Tabak) aus dem Jahr 2024 und müssen auf alle relevanten Erklärungen ab der monatlichen zusammenfassenden Meldung für Januar 2026 (Déclaration Récapitulative Mensuelle) angewendet werden, die bis zum 10. Februar 2026 fällig ist.

Die aktualisierte Verbrauchssteuerregelung ändert nicht die Struktur der Alkoholbesteuerung in Frankreich, sondern stellt sicher, dass die Steuersätze mit der Inflation und den gesetzlichen Standards Schritt halten. Unternehmen, die alkoholische Getränke in Frankreich einführen oder vertreiben, müssen ihre Preisstrategien und Verfahren zur Einhaltung der Vorschriften aktualisieren, um diese Änderungen für 2026 zu berücksichtigen.

Den Akteuren der Branche wird empfohlen, ihre kommerzielle Planung und ihre logistischen Abläufe im Lichte dieser neuen Steuersätze zu überprüfen, um die kontinuierliche Einhaltung des französischen Steuerrechts zu gewährleisten und potenzielle Strafen oder Unterbrechungen der Lieferketten mit Beginn des neuen Jahres zu vermeiden.

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