23.02.2026

Die Exporte von spanischen Weinen und weinähnlichen Erzeugnissen schlossen das Jahr 2025 mit einem Rückgang ab, wie aus den von Del Rey AWM analysierten Daten der spanischen Steuerbehörde (AEAT) hervorgeht. Der Gesamtwert der Ausfuhren sank um 3,3 % auf 3,4527 Milliarden Euro, während die Menge um 2,8 % auf 26,8 Millionen Hektoliter zurückging. Der Durchschnittspreis pro Liter blieb mit einem leichten Rückgang von 0,5 % nahezu unverändert. Diese Zahlen spiegeln ein schwieriges internationales Umfeld wider, das von geopolitischer Unbeständigkeit und einem rückläufigen weltweiten Verbrauch geprägt ist.
Der spanische Weinsektor stand im Jahr 2025 unter starkem Wettbewerbsdruck. Trotz des wert- und mengenmäßigen Rückgangs gelang es den Weinkellereien, die Durchschnittspreise stabil zu halten. Dies war eine strategische Entscheidung, denn viele Erzeuger zogen es vor, den Wert ihrer Produkte zu verteidigen, anstatt aggressive Preissenkungen vorzunehmen, auch wenn es auf einigen Märkten weiterhin zu Versorgungsengpässen kam.
Die Marktdaten von AEAT und Del Rey AWM zeigen, dass sich hinter den nationalen Durchschnittswerten erhebliche regionale Unterschiede verbergen. Einige Weinbauregionen haben sich besser angepasst als andere und konnten ihren internationalen Marktanteil halten oder sogar ausbauen. Die Fähigkeit, sich schnell anzupassen und starke Handelsnetze zu unterhalten, erwies sich für diese Regionen als entscheidend.
Die Daten zeigen, dass der spanische Weinsektor nicht landesweit einheitlich ist. Vielmehr handelt es sich um eine zersplitterte Landschaft, in der die Anpassungs- und Vermarktungsfähigkeit der einzelnen Regionen die Leistung in dieser Krisenzeit bestimmt hat. Regionen mit etablierten Exportstrategien und flexiblen Geschäftsmodellen schnitten besser ab als jene, die sich auf traditionelle Ansätze verlassen.
Der Rückgang des Exportwerts und -volumens signalisiert einen Wandel für die spanischen Exporteure. Der Sektor hat sich von einer Periode stetigen Wachstums zu einer Periode entwickelt, die sich auf das Margenmanagement konzentriert. Die Aufrechterhaltung der Rentabilität ohne Einbußen bei der Marktpräsenz ist zur größten Herausforderung für die Weinkellereien geworden.
Branchenanalysten empfehlen den spanischen Weinkellereien, ihre Bemühungen zur Steigerung des Produktwerts fortzusetzen, warnen jedoch davor, die Preise auf Kosten von Marktanteilsverlusten zu erhöhen. Ein Gleichgewicht zwischen der Verteidigung der Gewinnspanne und der Beibehaltung des Volumens wird als wesentlich angesehen, um den Einfluss auf den globalen Märkten in den kommenden Jahren zu erhalten.
Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Preise zwar insgesamt stabil geblieben sind, dass aber einige Segmente innerhalb der Branche je nach Exportziel und Produktkategorie stärkere Rückgänge oder Zuwächse verzeichneten. Premiumweine schnitten im Allgemeinen besser ab als Massenweine oder Weine im unteren Preissegment, die einem stärkeren Wettbewerb aus anderen Erzeugerländern ausgesetzt waren.
Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass sich die spanischen Weinkellereien auf Innovation, Markenbildung und Diversifizierung der Exportmärkte konzentrieren werden, um die anhaltenden Unsicherheiten im internationalen Handel zu bewältigen. Die Erfahrung des Jahres 2025 hat gezeigt, wie wichtig Anpassungsfähigkeit und strategische Planung für die spanische Weinindustrie sind, wenn sie ihre Position unter den weltweit führenden Exporteuren halten will.
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