Der Krebsplan der Europäischen Kommission löst in der Spirituosenindustrie Besorgnis aus

Italienische Brennereien warnen vor möglichen Steuererhöhungen und negativen Auswirkungen auf Grappa und Branntwein, trotz der weltweiten Fördermaßnahmen der EU.

13.02.2025

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European Commission's cancer plan raises concerns in spirits industry

Der "Plan zur Krebsbekämpfung" der Europäischen Kommission löst in der Spirituosenindustrie Besorgnis aus. AssoDistil, ein Verband, der den italienischen Destillationssektor seit über 75 Jahren vertritt, warnt, dass der Plan die Spirituosenindustrie stark beeinträchtigen könnte.

Der Plan sieht mögliche Steuererhöhungen auf alkoholische Produkte und andere Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholmissbrauchs vor.

Sandro Cobror, Direktor von AssoDistil, räumt ein, dass es wichtig ist, einen moderaten Alkoholkonsum zu fördern, der mit den italienischen Werten und dem Lebensstil übereinstimmt. Er weist jedoch auf den potenziellen Schaden für einen für Italien strategischen Sektor hin. Spirituosen werden im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken bereits höher besteuert, und weitere Erhöhungen könnten eine bereits angeschlagene Branche schwer treffen, insbesondere nach dem Salvini-Dekret.

Cobror weist auch darauf hin, dass sich der Plan negativ auf italienischen Grappa und Brandy auswirken könnte, die von der Europäischen Union als geografische Angaben geschützt sind. Die EU selbst fördert diese Produkte weltweit, was die Steuererhöhung widersprüchlich erscheinen lässt. Darüber hinaus gibt die Einführung informativer Etiketten, einschließlich Nährwertangaben, Anlass zur Sorge über mögliche negative Wahrnehmungen.

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