IWCA-Bericht zeigt: Regenerative Weinbaupraktiken fördern Bodenkohlenstoff und Klimaresilienz

Weltweit führende Unternehmen der Weinindustrie verzeichnen messbare Gewinne bei der Kohlenstoffbindung, da mehr Weingüter nachhaltige Bodenbewirtschaftungsstrategien anwenden

05.02.2026

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IWCA Report Finds Regenerative Vineyard Practices Boost Soil Carbon and Climate Resilience

International Wineries for Climate Action (IWCA) hat seine erste umfassende Analyse von Projekten zur Bindung von organischem Kohlenstoff im Boden (SOC) in der globalen Weinindustrie veröffentlicht. Der Bericht stellt Daten aus einer Reihe von Initiativen zusammen, die sich auf die Erhöhung des organischen Kohlenstoffs im Weinberg konzentrieren, eine Praxis, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Weinberge beitragen kann. Die Analyse umfasst Projekte von 12 IWCA- und Porto-Protokoll-Mitgliedsweingütern in Europa und Amerika, darunter bekannte Erzeuger wie Concha y Toro in Chile, Familia Torres in Spanien und Jackson Family Wines in Kalifornien.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Porto Protocol Foundation, der Association of Regenerative Viticulture und der Regenerative Viticulture Foundation entwickelt. Sie konzentriert sich auf Projekte, die entweder abgeschlossen sind oder kurz vor dem Abschluss stehen, und liefert eine Momentaufnahme der aktuellen Fortschritte in diesem Sektor. Laut IWCA zeigen die Ergebnisse "durchweg positive oder neutrale SOC-Trends bei der regenerativen Weinbergsbewirtschaftung". Dies deutet darauf hin, dass regenerative Ansätze - wie Deckfruchtanbau, reduzierte Bodenbearbeitung und organische Ergänzungen - Weinberge effektiv in Kohlenstoffsenken verwandeln.

Der Bericht hebt hervor, dass diese Praktiken nicht nur zur Kohlenstoffbindung beitragen, sondern auch zur allgemeinen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von Weinbergen. Durch die Erhöhung des SOC-Gehalts können die Weinberge das Wasser besser zurückhalten, die Artenvielfalt fördern und klimabedingten Belastungen standhalten. Die IWCA stellt fest, dass es ein "starkes und wachsendes Engagement von Weingütern bei der Messung und Verbesserung des Bodenkohlenstoffs als Teil ihrer Klimaschutzstrategien" gibt. Dieser Trend spiegelt eine breitere Bewegung innerhalb der Weinindustrie wider, die als Reaktion auf den Klimawandel nachhaltigere Praktiken anwendet.

Ein Hauptmerkmal der Analyse ist die Verwendung einer gemeinsamen Berichtsvorlage und standardisierter Strukturen. Dieser Ansatz ermöglicht einen effektiven Vergleich zwischen verschiedenen Methoden, Standorten und Ergebnissen. Durch die Festlegung gemeinsamer Messgrößen will die IWCA den Wissensaustausch erleichtern und mehr Weingüter dazu ermutigen, sich an künftigen Ausgaben der Zusammenstellung zu beteiligen.

Die Organisation geht davon aus, dass die Beteiligung an dieser Initiative zunehmen wird, je mehr Weingüter ihre SOC-Projekte abschließen. Die IWCA ist der Ansicht, dass die Ausweitung dieser Bemühungen für die laufende Arbeit des Weinsektors zur Verringerung der Emissionen und zur Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen von wesentlicher Bedeutung ist. Der Bericht dient sowohl als Maßstab für den aktuellen Fortschritt als auch als Aufruf zum Handeln für andere Weingüter, sich der Bewegung für einen regenerativen Weinbau anzuschließen.

Die Veröffentlichung dieser Analyse erfolgt zu einer Zeit, in der die Weinindustrie einem zunehmenden Druck ausgesetzt ist, sich mit ihren Umweltauswirkungen auseinanderzusetzen. Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels auf die Weinbauregionen weltweit suchen viele Erzeuger nach Möglichkeiten, ihren Betrieb nachhaltiger zu gestalten. Die SOC-Sequestrierung bietet eine vielversprechende Lösung, indem sie atmosphärisches Kohlendioxid auffängt und in den Weinbergsböden speichert.

Die IWCA hofft, durch die Dokumentation von Praxisergebnissen führender Weingüter eine breitere Anwendung regenerativer Verfahren in der gesamten Branche anzuregen. Die Organisation plant, ihre Zusammenstellung regelmäßig zu aktualisieren, sobald neue Daten zur Verfügung stehen und weitere Projekte abgeschlossen sind. Im Moment liefert der erste Bericht klare Beweise dafür, dass die regenerative Bewirtschaftung von Weinbergen messbare Vorteile sowohl für den Klimaschutz als auch für die Gesundheit der Weinberge bringen kann.

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