17.02.2026

China und Südafrika haben ein neues Rahmenhandelsabkommen unterzeichnet, das nach seiner Umsetzung Nullzollsätze für südafrikanische Exporte, einschließlich Wein, vorsieht. Das Abkommen wurde am 6. Februar in Peking während der neunten Sitzung des Gemischten Wirtschafts- und Handelsausschusses China-Südafrika unterzeichnet. Der chinesische Handelsminister Wang Wentao und der südafrikanische Minister für Handel, Industrie und Wettbewerb, Parks Tau, formalisierten das Abkommen, das die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern vertiefen soll.
Das Abkommen folgt der im Juni eingegangenen Verpflichtung Chinas, 53 afrikanischen Ländern, die diplomatische Beziehungen zu Peking unterhalten, eine 100 %ige zollfreie Behandlung zu gewähren. Von den afrikanischen Ländern ist nur Eswatini von dieser Politik ausgenommen. Das chinesische Handelsministerium erklärte, dass der neue Rahmen sicherstellen wird, dass alle südafrikanischen Exporte in allen Produktkategorien im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation zollfrei behandelt werden.
Parks Tau kommentierte in den sozialen Medien, dass das Abkommen den Handel mit China fördern, die südafrikanischen Exporte steigern und zum Wiederaufbau der industriellen Kapazitäten des Landes beitragen werde. Die südafrikanische Regierung bezeichnete das Abkommen als "Meilenstein" und kündigte an, bis März 2026 ein "Early Harvest Agreement" abzuschließen. Dieses Folgeabkommen soll den zollfreien Zugang für südafrikanische Waren beschleunigen und mehr chinesische Investitionen in Südafrika fördern.
Chinas Nullzollpolitik für afrikanische Länder wurde erstmals von Präsident Xi Jinping auf einem Ministertreffen im Rahmen des Forums für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit im vergangenen Jahr angekündigt. Der Schritt ist Teil von Chinas breiter angelegter Strategie zur Stärkung wirtschaftlicher Partnerschaften in Afrika.
Für die südafrikanische Weinindustrie könnte die Abschaffung der Einfuhrzölle neue Chancen auf dem chinesischen Markt eröffnen. Die derzeitigen Exportzahlen bleiben jedoch bescheiden. Im Jahr 2025 lag Südafrika mit Exporten im Wert von 7,07 Millionen Dollar, die nur 0,50 % der gesamten Weinimporte Chinas ausmachten, wertmäßig auf Platz 11 der Weinimportquellen Chinas. Im vergangenen Jahr war ein starker Rückgang dieser Exporte zu verzeichnen: Der Wert der Importe sank im Vergleich zum Vorjahr um 47,61 %, während die Menge um 47,03 % auf 2,01 Millionen Liter zurückging. Diese Zahlen spiegeln sowohl die schwache Nachfrage als auch die starke Konkurrenz aus anderen weinproduzierenden Ländern wider.
China gewährt bereits Nullzölle für Wein aus Australien, Neuseeland, Chile und Georgien. Trotz dieser Zollbefreiung unterliegt importierter Wein in China immer noch einer Verbrauchssteuer von 10 % und einer Mehrwertsteuer von 13 % bei der Zollabfertigung.
Das neue Abkommen signalisiert eine mögliche Veränderung für südafrikanische Weinproduzenten, die ihre Präsenz auf dem größten Markt Asiens ausbauen wollen. Beide Regierungen haben sich optimistisch geäußert, dass das Abkommen das Handelsvolumen steigern und eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren fördern wird.
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