Gesundheitstrends und Cannabis für den Freizeitgebrauch verändern die Vorlieben der Verbraucher und das Angebot der Einzelhändler

Einzelhändler erweitern ihr Angebot, um die wachsende Nachfrage der Verbraucher zu befriedigen

06.02.2024

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Die Landschaft des Einzelhandels mit alkoholischen Getränken erfährt einen bemerkenswerten Wandel, da gesundheitsbewusste Trends und die legale Ausweitung des Freizeitkonsums von Cannabis das Verbraucherverhalten beeinflussen, insbesondere während der jährlichen Tradition des trockenen Januars. In dieser Zeit, die traditionell für Vorsätze und gesundheitsorientierte Initiativen genutzt wird, hat das Interesse an alkoholfreien Spirituosen und Produkten zugenommen, was die Einzelhändler vor die Herausforderung stellt, sich anzupassen und zu innovieren, um den sich verändernden Verbraucherwünschen gerecht zu werden.

Mark O'Callaghan, der Inhaber von Exit 9 Wine & Liquor Warehouse in Clifton Park, New York, hat in den letzten zwei Jahren einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen im Januar beobachtet und führt diesen nicht nur auf die gesundheitsbewussten Entscheidungen der Verbraucher zurück, sondern auch auf die Konkurrenz durch legales Freizeit-Cannabis. Diese Verschiebung hat Einzelhändler wie O'Callaghan dazu veranlasst, ihre Strategien und ihr Angebot zu überdenken. Sie stellen fest, dass zwar der Umsatz mit Getränkealkohol zurückgegangen ist, das Interesse an NA-Alternativen aber zunimmt, wenn auch von einem niedrigen Ausgangspunkt aus.

Bei Julio's Liquors in Westborough, Massachusetts, hat der Besitzer Ryan Maloney proaktive Schritte unternommen, um aus diesem aufstrebenden Markt Kapital zu schlagen, indem er eine spezielle Abteilung für alkoholfreie Getränke einführte. Diese Initiative richtet sich nicht nur an die Teilnehmer des trockenen Januars, sondern dient auch als ganzjähriges Angebot und spiegelt das wachsende Interesse der Verbraucher an NA-Getränken wider. Durch die Erweiterung des Sortiments auf fast 150 Artikel an alkoholfreien Weinen, Bieren, Spirituosen und speziellen Ready-to-Drink-Produkten (RTD) erschließt Maloney ein Segment, das zwar derzeit nur ein geringes Volumen hat, aber schnell wächst.

Diese Veränderungen in den Verbraucherpräferenzen sind nicht unproblematisch, insbesondere in Bundesstaaten wie New York, wo der Verkauf von alkoholfreien Weinen und Spirituosen in Getränkemärkten gesetzlich eingeschränkt ist. Die Erfahrungen von O'Callaghan verdeutlichen die regulatorischen Hürden, die die Fähigkeit der Einzelhändler einschränken können, den NA-Trend trotz der wachsenden Verbrauchernachfrage nach solchen Produkten in vollem Umfang aufzugreifen.

Die Einzelhändler haben festgestellt, dass Aufklärung und Kundenservice entscheidende Komponenten für den erfolgreichen Verkauf von NA-Getränken sind. Indem sie ihr Fachwissen über Geschmacksprofile und Cocktailkreationen nutzen, positionieren sich Geschäfte wie Julio's Liquors nicht nur als Einzelhändler, sondern auch als Aufklärer und Kuratoren der Kategorien Getränkealkohol und NA. Dieser Ansatz hat es ihnen ermöglicht, ihr Angebot kontinuierlich an das Feedback und die Vorlieben der Kunden anzupassen und sicherzustellen, dass ihre Auswahl relevant und ansprechend bleibt.

Der Erfolg von NA-Produkten in Getränkemärkten, wie die meistverkauften Marken bei Julio's Liquors zeigen, unterstreicht das Potenzial dieser Kategorie, nicht nur einen vielfältigen Kundenstamm anzuziehen, sondern auch ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu schaffen, bei dem Raffinesse und Auswahl im Vordergrund stehen. Durch die Integration von NA-Optionen in ihr Portfolio können Einzelhändler ein breiteres Spektrum an Verbraucherbedürfnissen und -vorlieben ansprechen, von denen, die einen gesünderen Lebensstil anstreben, bis hin zu Personen, die Alternativen zu traditionellen alkoholischen Getränken suchen.

Während die Alkoholindustrie weiterhin die Komplexität von Verbrauchertrends, gesetzlichen Änderungen und gesundheitsbewussten Bewegungen meistert, signalisieren das Wachstum und die Integration von NA-Produkten in den Einzelhandel eine breitere Verschiebung der Konsummuster. Einzelhändler, die diesen Wandel aufgreifen und mit Innovationen darauf reagieren, werden wahrscheinlich neue Möglichkeiten für Wachstum und Kundenbindung finden, selbst in traditionell umsatzschwachen Zeiten wie dem Januar.

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