Spaniens älteste Frau, 112, schreibt dem täglichen Glas Wein ein langes Leben zu

Teresa Fernández übertrifft die nationale Lebenserwartung um 26 Jahre und verbindet Tradition, Familienbande und mediterrane Gewohnheiten im ländlichen Zambroncinos del Páramo.

06.02.2026

Teilen

Spain’s Oldest Woman, 112, Credits Daily Glass of Wine for Longevity

Teresa Fernández, eine 112-jährige Frau aus Spanien, ist die älteste lebende Person des Landes und eine der ältesten der Welt. Geboren am 29. Juli 1913 in Zambroncinos del Páramo, einer kleinen Gemeinde im Nordwesten Spaniens, hat Fernández zwei Weltkriege, den Spanischen Bürgerkrieg und mehr als ein Jahrhundert sozialer und kultureller Veränderungen erlebt. Ihre Familie sagt, sie sei bei guter Gesundheit, nehme fast keine Medikamente und genieße weiterhin ihre täglichen Routinen.

Die Langlebigkeit von Fernández hat nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch wegen ihres Lebensstils Aufmerksamkeit erregt. Sie ist Mutter von sieben Kindern, von denen ihr ältestes inzwischen 93 Jahre alt ist. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihres langen Lebens verweist Fernández auf eine einfache Angewohnheit: Zu jeder Mahlzeit trinkt sie ein Glas Wein. Laut ihrer Familie gehört diese Tradition seit Jahrzehnten zu ihrem täglichen Leben. Sie genießt ihren Wein immer zum Essen und in Gesellschaft von Familienmitgliedern.

Spanien ist bekannt für seine hohe Lebenserwartung. Jüngsten Daten der Weltgesundheitsorganisation zufolge ist Spanien nach Japan das Land mit der zweithöchsten Lebenserwartung weltweit und steht in dieser Kategorie an der Spitze Europas. Die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in Spanien liegt bei 86 Jahren, aber Fernández hat diese um mehr als zwei Jahrzehnte übertroffen. Experten führen die hohe Lebenserwartung der Spanier häufig auf die mediterrane Ernährung, den aktiven Lebensstil, die starken sozialen Bindungen und den moderaten Weinkonsum zurück.

Die Rolle des Weins in der spanischen Kultur ist bedeutend. In vielen ländlichen Gebieten wie Zambroncinos del Páramo ist der Wein nicht nur für besondere Anlässe reserviert, sondern gehört zu den täglichen Mahlzeiten. Dieser Brauch spiegelt die weit verbreiteten mediterranen Gewohnheiten in Ländern wie Italien und Frankreich wider. Wissenschaftliche Studien haben die potenziellen gesundheitlichen Vorteile eines mäßigen Rotweinkonsums erforscht. Rotwein enthält natürliche Antioxidantien, so genannte Polyphenole, darunter Resveratrol. Es wird angenommen, dass diese Verbindungen dazu beitragen, den oxidativen Stress in den Zellen zu verringern, der mit Alterung und chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht wird.

Fernández' Kinder sagen, dass sie neben ihrem täglichen Glas Wein auch andere gesunde Gewohnheiten pflegt. Sie schläft gut und hat einen guten Appetit. Ihre Familie stellt fest, dass sie nur selten Medikamente benötigt und geistig wach bleibt. Sie glauben, dass ihre Routine - die Kombination von moderatem Weinkonsum mit nahrhaften Mahlzeiten und einem starken Familienzusammenhalt - zu ihrem Wohlbefinden beigetragen hat.

Die Forscher warnen zwar davor, ein einzelnes Lebensmittel oder Getränk als Wundermittel für ein langes Leben zu betrachten, räumen aber ein, dass ein mäßiger Weinkonsum im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine gewisse Schutzwirkung haben kann. Auch der Kontext, in dem Wein konsumiert wird, spielt eine Rolle; gemeinsame Mahlzeiten mit geliebten Menschen können soziale Bindungen stärken und die Lebensqualität verbessern.

Die Geschichte von Teresa Fernández gibt Aufschluss darüber, wie traditionelle Bräuche eine Rolle beim gesunden Altern spielen können. Ihre Erfahrung unterstreicht die Bedeutung von Mäßigung und Routine anstelle von Übermaß oder strengen Regeln. Da Spanien bei der Lebenserwartung in Europa weiterhin führend ist, geben Geschichten wie die von Teresa Fernández einen Einblick in die Gewohnheiten, die ein langes Leben über Generationen hinweg ermöglichen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Teilen Sie ihn