30.07.2024

Das jüngste Treffen zwischen Vertretern der Cognac- und Brandy-Branche der Europäischen Union und chinesischen Regierungsvertretern hat die Zukunft der EU-Spirituosen in China in Frage gestellt. Wichtige Akteure der Branche, darunter die französischen Branchenriesen Rémy Cointreau, Pernod Ricard und LVMH, trafen sich mit den chinesischen Behörden, um Bedenken wegen einer laufenden Antidumpinguntersuchung gegen europäische Branntweineineinfuhren auszuräumen. Das Ergebnis dieser wichtigen Diskussion bleibt jedoch ungewiss, da kein endgültiger Zeitplan für eine Entscheidung genannt wurde.
Mit der im Januar von China eingeleiteten Antidumpinguntersuchung soll festgestellt werden, ob die EU-Brandweinhersteller ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu Preisen verkaufen, die unter dem fairen Marktwert liegen. Diese Untersuchung könnte möglicherweise zur Einführung von Zöllen oder anderen Handelsbeschränkungen führen, was die Geschäftstätigkeit dieser europäischen Unternehmen auf einem ihrer lukrativsten Märkte erheblich beeinträchtigen würde.
Luca Marotta, Chief Financial Officer von Rémy Cointreau, brachte die Frustration der Branche kürzlich in einem Gespräch mit Analysten zum Ausdruck. Er bestätigte, dass das chinesische Handelsministerium keine klaren Fristen für den Abschluss der Untersuchung genannt habe. Trotz dieser Ungewissheit gab sich Marotta gelassen und erklärte, dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit als Reaktion auf die Untersuchung noch nicht geändert habe. "Bislang hat die Untersuchung weder den Geschmack der Verbraucher noch das Wesen des Unternehmens beeinflusst", so Marotta, was darauf schließen lässt, dass die potenziellen Auswirkungen auf den Markt und das Verbraucherverhalten vorerst begrenzt bleiben.
Die Unklarheit über den Zeitplan und die möglichen Ergebnisse der Untersuchung hat nicht zu einer Änderung der Strategie der großen Akteure geführt. Marottas Äußerungen spiegeln den vorsichtigen Optimismus der gesamten Branche wider, der durch die Tatsache verstärkt wird, dass das Treffen diesen Unternehmen eine Plattform bot, um ihre Verteidigung persönlich vorzutragen. Diese Gelegenheit, direkt mit chinesischen Beamten zu sprechen, wurde als positive Entwicklung gewertet, auch wenn es keine unmittelbare Klarheit über den Fortgang der Ermittlungen gab.
Es gibt Befürchtungen, dass die chinesische Untersuchung über den Spirituosensektor hinausgehen und möglicherweise auch andere Bereiche der EU-Exporte ins Visier nehmen könnte. Dieser breite Geltungsbereich könnte die Situation weiter verkomplizieren, eine umfassendere Reaktion der europäischen Unternehmen erfordern und möglicherweise die diplomatischen und Handelsbeziehungen zwischen China und der EU beeinflussen.
Die Anwesenheit von EU-Beamten bei dem Treffen unterstreicht die Bedeutung dieses Themas in einem breiteren Rahmen, der nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch Erwägungen des Umweltschutzes, der öffentlichen Gesundheit und der Verbraucherrechte umfasst. Die Beteiligung der EU-Kommission deutet auf ein koordiniertes Bemühen hin, die Interessen der europäischen Erzeuger zu schützen und faire Handelspraktiken aufrechtzuerhalten.
Während die Untersuchung weiterläuft, bleibt die Industrie in einem Zustand des wachsamen Abwartens. Das Fehlen einer klaren Lösung bedeutet, dass sich die Unternehmen auf verschiedene Ergebnisse einstellen müssen, einschließlich der Möglichkeit neuer Zölle oder regulatorischer Hürden. Im Moment setzt die europäische Cognac- und Brandy-Branche ihre Tätigkeit mit dem Ziel fort, die Stabilität des Marktes und das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.
Das Ergebnis dieser Untersuchung könnte weitreichende Auswirkungen auf den globalen Spirituosenmarkt und die internationalen Handelsbeziehungen haben. Während beide Seiten durch diese komplexen Gewässer navigieren, wird die Fähigkeit der Branche, sich anzupassen und auf veränderte Umstände zu reagieren, von entscheidender Bedeutung sein. Unabhängig davon, ob die Lösung positiv oder schwierig ausfallen wird, sind die Cognac- und Brandyhersteller bereit, der Zukunft mit Widerstandsfähigkeit und strategischer Weitsicht entgegenzutreten.
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