CSU will geplante Getränkesteuern in Haushaltsverhandlungen verschieben

Die CSU will eine für 2027 geplante Erhöhung der Alkoholsteuer verschieben und eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke erst 2028 einführen. Beschlossen ist bislang nichts.

Mittwoch, 4. November 2026

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Die Christlich-Soziale Union (CSU) strebt im Rahmen der Haushaltsverhandlungen Änderungen an geplanten Steuermaßnahmen an. Dazu zählen eine Verschiebung der vorgesehenen Erhöhung der Alkoholsteuer und ein späterer Start der Abgabe auf zuckerhaltige Getränke.

Einem von finanzen.net verbreiteten Bericht der dpa-AFX zufolge will die CSU die geplante Erhöhung der Alkoholsteuer, die derzeit für den 1. Januar 2027 vorgesehen ist, verschieben. Außerdem soll die vorgeschlagene Steuer auf zuckerhaltige Getränke erst 2028 eingeführt werden.

Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um Forderungen im Rahmen der Haushaltsverhandlungen, nicht um bereits beschlossene Maßnahmen. Der Zeitpunkt beider Steuern ist damit noch offen und hängt vom Ausgang der Gespräche ab.

Die CSU, eine in Bayern beheimatete konservative Partei und Schwesterpartei der CDU, hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, neue Belastungen für Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen. In diesem Fall versucht die Partei, den Zeitplan für zwei Steuermaßnahmen neu zu gestalten, die bei ihrer Einführung einen großen Teil des Getränkemarkts betreffen würden.

Eine Verschiebung der Erhöhung der Alkoholsteuer wäre für Brauereien, Weinproduzenten, Destillerien, Importeure und Händler relevant, die Preise und Verträge für 2027 planen. Ein späterer Start einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke könnte auch die Planung von Erfrischungsgetränkeherstellern und Einzelhändlern beeinflussen. Bis die Haushaltsverhandlungen zu einer endgültigen Einigung führen, dürften Unternehmen im gesamten Getränkesektor mit Unsicherheit über künftige Kosten und Margen konfrontiert sein.

Dem Bericht zufolge wurde keiner der beiden Änderungen zugestimmt. Die Position der CSU ist vorerst ein Versuch, im umfassenderen Haushaltsverfahren Zugeständnisse zu erreichen, und keine endgültige politische Entscheidung.

Die Debatte findet statt, während die deutsche Politik weiter abwägt, wie sich Einnahmen erhöhen lassen, ohne Haushalte und Unternehmen stärker zu belasten. Steueränderungen für Produkte wie Alkohol und gesüßte Getränke können über die öffentlichen Finanzen hinaus rasch weitere Auswirkungen haben, da sie häufig die Regalpreise, Werbepläne und Investitionsentscheidungen entlang der Lieferkette beeinflussen.

Eine endgültige Entscheidung würde von Getränkeunternehmen in Deutschland und ausländischen Lieferanten, die den Markt beliefern, aufmerksam verfolgt. Denn der Zeitpunkt neuer Steuern kann Einkauf, Bestandsmanagement und Preisverhandlungen lange vor dem formellen Inkrafttreten einer Maßnahme beeinflussen.

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