Shanxi Fenjiu meldet Gewinnrückgang von 34,52 Prozent im dritten Quartal
Der Umsatz sank um 18,11 Prozent; Kosten und Aufwendungen gingen langsamer zurück als der Absatz
Donnerstag, 29. Oktober 2026

Shanxi Xinghuacun Fen Wine Factory Co., Ltd., der chinesische Baijiu-Hersteller, der unter dem Namen Shanxi Fenjiu bekannt ist, meldete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Grund waren ein schwächerer Absatz und Aufwendungen, die nicht so schnell sanken wie der Umsatz.
In den am Mittwoch, dem 28. Oktober, vom chinesischen Finanzportal CFi.cn wiedergegebenen Ergebnissen für den Zeitraum von Juli bis September gab das Unternehmen an, dass der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn im Quartal 1.898,58 Millionen Yuan betrug. Das waren 34,52 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz sank auf 7.337,51 Millionen Yuan, ein Rückgang um 18,11 Prozent.
Der Gewinn ging stärker zurück als der Umsatz. Shanxi Fenjiu erklärte in dem Bericht, Kosten und Aufwendungen seien weniger stark gesunken als die betrieblichen Umsatzerlöse, was das Ergebnis belastet habe. Die Mitteilung stellte dies nicht als allgemeinen Indikator für den Alkoholkonsum in China dar, sondern als Unternehmensergebnis für den betreffenden Zeitraum.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 sank der Umsatz auf 28.381,90 Millionen Yuan, nach 32.924,42 Millionen Yuan im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang um 4.542,52 Millionen Yuan beziehungsweise 13,80 Prozent. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn für den Zeitraum von Januar bis September fiel von 11.404,51 Millionen Yuan auf 8.337,89 Millionen Yuan, ein Minus von 3.066,62 Millionen Yuan beziehungsweise 26,89 Prozent.
Die Zahlen deuten auf ein schwächeres Wachstum bei einem der bekannteren Baijiu-Hersteller Chinas hin. Baijiu ist eine traditionelle Getreidespirituose, die den heimischen Spirituosenmarkt des Landes dominiert. Shanxi Fenjiu hat seinen Sitz in der Provinz Shanxi und vertreibt seine Produkte unter der Marke Fenjiu, die seit Langem zum Premium- und mittleren bis gehobenen Segment der Baijiu-Branche gehört.
Die Abschwächung im dritten Quartal ist bemerkenswert, weil Investoren die Entwicklung bei Baijiu-Herstellern genau verfolgen, um Rückschlüsse auf die Nachfrage von Haushalten und Unternehmen sowie auf die Ausgaben für offizielle Bankette zu ziehen. Unternehmensberichte spiegeln jedoch nicht allein die Marktnachfrage wider. Produktmix, Preise, Lagerbestände im Vertrieb, Marketingausgaben und Vertriebsstrategie können den Umsatz und Gewinn von einem Quartal zum nächsten ebenfalls beeinflussen.
Im Fall von Shanxi Fenjiu deutet die größere Abnahme des Gewinns im Vergleich zum Umsatzrückgang darauf hin, dass das Unternehmen weniger Spielraum hatte, die schwächeren Verkäufe aufzufangen. Wenn die Umsätze stärker sinken als Kosten und betriebliche Aufwendungen, schrumpfen die Margen. Das kann auch dann geschehen, wenn ein Unternehmen seine Ausgaben senkt, sofern die Einsparungen geringer ausfallen als der Umsatzrückgang.
Bei dem von CFi.cn zitierten Bericht handelte es sich um einen ungeprüften Quartalsbericht. Den Angaben zufolge, die der Wiedergabe beigefügt waren, wurden die Ergebnisse aus einer sekundären Quelle bezogen, da das ursprüngliche PDF der Börse nicht verfügbar war. Die Zahlen sind daher als vom Unternehmen veröffentlichte Zwischenresultate und nicht als geprüfte Jahreszahlen zu verstehen.
Shanxi Fenjiu gehört zu einer breiteren chinesischen Spirituosenbranche, die mit einem selektiveren Konsumumfeld konfrontiert ist. In einigen Segmenten achten Käufer stärker auf den Preis, während Händler in Teilen des Marktes bei ihren Lagerbeständen vorsichtiger agieren. Große börsennotierte Baijiu-Hersteller sind zwar weiterhin überwiegend profitabel, doch jüngste Unternehmensberichte aus der Branche haben die Aufmerksamkeit auf das Umsatzwachstum, den Schutz der Margen und das Verhältnis zwischen Premiummarken und Produkten für den Massenmarkt gelenkt.
Mit einem Umsatz von 28.381,90 Millionen Yuan von Januar bis September zählt Shanxi Fenjiu weiterhin zu den größeren börsennotierten Baijiu-Herstellern. Der Rückgang um mehr als 4,5 Milliarden Yuan im Jahresvergleich zeigt jedoch das Ausmaß der Abschwächung in den ersten drei Quartalen. Der Gewinnrückgang von fast 27 Prozent im selben Zeitraum weist darauf hin, dass die geringeren Verkäufe das Ergebnis deutlich belastet haben.
In den von CFi.cn zitierten Zahlen kündigte Shanxi Fenjiu keine geprüften Korrekturen an. Investoren werden nun darauf achten, ob das Unternehmen den Absatz in den letzten Monaten des Jahres 2026 stabilisieren kann und ob eine bessere Kostenkontrolle dazu beiträgt, die Kluft zwischen Umsatz- und Gewinnentwicklung zu verringern.