Domaine Serene stellt 65 Prozent seiner Flächen in Oregon unter Naturschutz

Laut dem Weingut binden die Wälder, Eichen-Savannen und Uferzonen auf dem Anwesen jährlich mehr als 1.500 Tonnen Kohlendioxid

Mittwoch, 28. Oktober 2026

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Domaine Serene stellt 65 Prozent seiner Flächen in Oregon unter Naturschutz

Domaine Serene, ein Weingut im Willamette Valley in Oregon, teilte vergangene Woche mit, dass es 65 Prozent seiner rund 1.000 Acres in Oregon in ihrem natürlichen Zustand bewahrt. Zudem hat das Unternehmen eine leichtere Weinflasche eingeführt, durch die sich der Glasverbrauch nach eigenen Angaben pro Jahrgang um etwa 250.000 Pfund verringern soll.

Die Ankündigung erfolgte anlässlich des Sustainability Month im Oktober. Das Weingut informierte dabei über seine Programme in den Bereichen Flächenmanagement, Verpackung und Arbeitsumfeld. In einer Erklärung aus Dayton im Bundesstaat Oregon teilte das Unternehmen mit, seine Naturschutzarbeit konzentriere sich auf die langfristige Pflege der Weinberge, Wälder und Wasserläufe auf seinem Anwesen.

Nach Angaben des Weinguts umfassen die nicht bewirtschafteten Flächen Wälder, Eichen-Savannen und Uferzonen. Diese geschützten Gebiete binden laut Domaine Serene jährlich mehr als 1.500 Tonnen Kohlendioxid. Das Unternehmen verglich diese Menge mit den jährlichen Emissionen von etwa 350 Pkw mit Benzinantrieb.

Zu den Maßnahmen in den Weinbergen zählen dem Weingut zufolge Begrünung, reduzierte Bodenbearbeitung, Kompostierung und Beweidung durch Schafe zur Förderung der Bodengesundheit. Außerdem pflanze das Unternehmen heimische Arten und entferne invasive Pflanzen, um Lebensräume wiederherzustellen. In Gebieten mit Waldbrandrisiko konzentriere man sich auf die Entfernung von Leiterbrennstoffen, breitere natürliche Brandschneisen und Wasserreservoirs.

Die Weinberge von Domaine Serene sind nach Angaben des Unternehmens seit 2013 nach LIVE, Salmon-Safe und Bee Friendly zertifiziert. Zudem würden im Weingut zertifizierte LIVE-Praktiken eingesetzt, um Treibhausgasemissionen, Energie- und Wasserverbrauch, Materialeinsatz, Abfall und Arbeitssicherheit zu erfassen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Mitteilung war die Verpackung. Domaine Serene erklärte, gemeinsam mit dem Glashersteller Saverglass die Flasche Cépage Eco entwickelt zu haben. Sie wiegt 495 Gramm und ist dem Weingut zufolge 30 Prozent leichter als die Standardflasche Cépage, behält aber im Wesentlichen deren Form und Erscheinungsbild bei.

Das geringere Flaschengewicht soll den Rohstoffverbrauch senken, ohne die Präsentation des Weins für Käufer zu verändern, erklärte das Unternehmen. Die Glasherstellung und der Transport sind bedeutende Emissionsquellen in der Weinbranche. Leichtere Flaschen sind daher ein verbreitetes Ziel von Erzeugern, die ihren ökologischen Fußabdruck verringern wollen. Domaine Serene nannte keine umfassendere Schätzung dazu, wie stark die neue Flasche die Transportemissionen senken könnte. Das Design reduziere jedoch den gesamten Glasverbrauch pro Jahrgang um etwa 250.000 Pfund.

Das Weingut stellte die Flaschenänderung als Teil umfassenderer Bemühungen dar, die über den Weinbau hinausgehen. In seiner Erklärung betonte Domaine Serene, dass verantwortungsvolles Wirtschaften auch Arbeitssicherheit, Mitarbeiterleistungen und Nachhaltigkeitsbildung umfasse. Dazu kämen philanthropisches Engagement, die Unterstützung regionaler gemeinnütziger Organisationen sowie Investitionen in die Weinausbildung und den Branchennachwuchs.

Domaine Serene wurde 1989 von Grace und Ken Evenstad gegründet. Sie bauten das Weingut im Willamette Valley auf Pinot Noir und Chardonnay auf. Nach Angaben des Unternehmens prägt dieser Ansatz heute auch das breiter aufgestellte Portfolio von Evenstad Estates, zu dem Weingüter im französischen Burgund gehören. In der Mitteilung bezeichnete das Weingut Nachhaltigkeit als langjähriges Betriebsprinzip und nicht als neue, allein an den Oktober gebundene Kampagne.

Das Unternehmen kündigte mit der Mitteilung der vergangenen Woche weder eine größere Expansion noch ein neues Investitionsprojekt an, skizzierte aber mehrere nächste Schritte. Zu den künftigen Schwerpunkten von Domaine Serene gehörten weitere bienenfreundliche Anpflanzungen, ein verstärkter Einsatz grüner Energie, eine effizientere Wassernutzung im Weingut, eine weitere Vereinheitlichung der Verpackungen, weniger Bodenbearbeitung und die Fortsetzung von Versuchen mit Begrünung.

Die Ankündigung spiegelt einen breiteren Wandel in der Weinbranche wider. Erzeuger stehen zunehmend unter Druck, sich mit Klimarisiken, Wasserverbrauch, Waldbrandgefahr und Verpackungsabfällen auseinanderzusetzen. Weingüter in Oregon werben verstärkt mit Zertifizierungsprogrammen und Flächenmanagementmaßnahmen, während zunehmende Wetterschwankungen und Waldbrandsaisons den Weinbau in der Region verändern. Domaine Serene ordnet sein eigenes Programm in diesen größeren Trend ein und argumentiert, dass Entscheidungen im Weinbau, bei der Verpackung und im Umgang mit Beschäftigten die langfristige Beständigkeit eines Weinguts beeinflussen.

Führungskräfte des Unternehmens erklärten, die derzeitigen Erfassungssysteme sollten zeigen, wo sich der Betrieb von Jahr zu Jahr verbessern könne. In den veröffentlichten Unterlagen nannte das Weingut keinen Zeitplan für konkrete Emissions- oder Energieziele. Die laufende Überwachung helfe jedoch dabei, künftige Entscheidungen zu Wasser, Energie und Materialeinsatz zu steuern.

Domaine Serene teilte mit, dass sich seine Flächen in Oregon auf sieben Weingüter verteilen, auf denen ausschließlich Pinot Noir und Chardonnay angebaut werden. Außerdem betreibt das Weingut in Oregon Einrichtungen für Gäste. In seiner Erklärung verknüpfte das Unternehmen seine Umweltbotschaft mit der Notwendigkeit, landwirtschaftliche Flächen und natürliche Lebensräume zu bewahren und zugleich den Weinbau auf seinem Anwesen fortzuführen.

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