02.06.2026

Die Vereinigten Staaten haben ihre Weinimporte in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 deutlich reduziert – ein Zeichen für die schwächere Nachfrage im größten Weinmarkt der Welt und ein Rückschlag für Exporteure, die sich darauf verlassen haben, dass amerikanische Käufer sowohl Premiumflaschen als auch Bulk-Sendungen aufnehmen.
Nach Angaben der von der spanischen Wein-Interprofession OIVE ausgewerteten US-Zolldaten sanken die Importe von Januar bis März auf 1,069 Milliarden Euro, ein Minus von 38,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch das Volumen ging zurück und fiel um 20,6 % auf 260,9 Millionen Liter. Der durchschnittliche Importpreis sank um 23 % auf 4,1 Euro je Liter, was sowohl die schwächere Nachfrage als auch eine veränderte Zusammensetzung der ins Land kommenden Weine widerspiegelt.
Den stärksten Rückgang verzeichneten abgefüllte Weine, eine Kategorie, zu der Schaumweine, Stillweine und Bag-in-Box-Produkte zählen. Die Importe in diesem Segment beliefen sich auf 1,007 Milliarden Euro und lagen damit 39,6 % unter dem Wert des ersten Quartals 2025. Das Volumen sank um 19,9 % auf 183,3 Millionen Liter, während der Durchschnittspreis um 24,5 % auf 5,5 Euro je Liter fiel.
Auch Bulkwein schwächte sich ab, wenn auch weniger deutlich. Die Importe erreichten 61,3 Millionen Euro, ein Minus von 24 %, bei einem Rückgang des Volumens um 22 % auf 77,6 Millionen Liter. Der Durchschnittspreis gab um 2,5 % auf 0,79 Euro je Liter nach.
Frankreich blieb nach Wert der wichtigste Lieferant der Vereinigten Staaten mit Verkäufen von 404,9 Millionen Euro trotz eines Rückgangs um 44,1 %. Italien lag mit 337,2 Millionen Euro auf Platz zwei, ein Minus von 38,5 %. Nach Volumen führte Italien mit gelieferten 71,9 Millionen Litern vor Frankreich mit 44,5 Millionen Litern.
Spanien verlor im Quartal zwar an Boden auf dem US-Markt, behauptete aber seinen vierten Platz unter den Lieferanten von abgefülltem Wein. Die spanischen Exporte von abgefülltem Wein in die Vereinigten Staaten beliefen sich auf 56,4 Millionen Euro und lagen damit 35,9 % unter dem Vorjahreswert; das Volumen sank um 26,2 % auf 12,6 Millionen Liter.
Bei Bulkwein lieferte Spanien in den ersten drei Monaten des Jahres lediglich Waren im Wert von 0,16 Millionen Euro und einem Volumen von 0,2 Millionen Litern und belegte damit sowohl nach Wert als auch nach Volumen Rang acht unter den Lieferanten, da die Exporteure mit niedrigeren Preisen und schwächeren Bestellungen amerikanischer Importeure konfrontiert waren.
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