18.05.2026

Neue Untersuchungen der Investmentplattform WineCap deuten darauf hin, dass sich die Gründe von Anlegern für den Kauf von Fine Wine in den vergangenen vier Jahren verändert haben: Stabilität und Kapitalerhalt wiegen inzwischen schwerer als die frühere Vorstellung von Wein als leidenschaftlich getriebenem Sammelobjekt.
WineCap teilte mit, dass Umfragen unter Wealth Managern, die das Unternehmen zwischen 2023 und 2026 durchgeführt hat, einen klaren Wandel hin zur Wahrnehmung von Fine Wine als strategischem Vermögenswert innerhalb eines Portfolios zeigen. Vor vier Jahren wurde ökologische Nachhaltigkeit von 55 % der Wealth Manager als Hauptgrund für ein Engagement in Fine Wine genannt. Dieser Wert ist inzwischen auf 50 % gesunken. Im selben Zeitraum stieg Stabilität von 54 % auf 70 % und wurde damit zum dominierenden Motiv in den jüngsten Umfrageergebnissen.
Nach Angaben des Unternehmens spiegelt dieser Wandel breitere Marktbedingungen wider, die Anleger dazu veranlasst haben, nach Vermögenswerten zu suchen, die ihren Wert in unsicheren Phasen halten können. Seit 2023 sehen sich die Märkte anhaltender Inflation, höheren Zinsen, geopolitischer Instabilität und starken Schwankungen bei Aktien- und Anleihekursen ausgesetzt. In einigen Fällen gaben Aktien und festverzinsliche Anlagen gleichzeitig nach, was das übliche Argument für Diversifikation schwächte.
Vor diesem Hintergrund habe Fine Wine laut WineCap an Attraktivität gewonnen, weil sich diese Anlageklasse meist langsamer bewegt als viele Finanzanlagen. Die Preise am Sekundärmarkt sind oft weniger volatil, unter anderem weil das Angebot begrenzt ist, die Haltedauern lang sind und Käufer aus einem weltweiten Kreis von Sammlern und Investoren stammen. Dieses Profil macht die Kategorie für jene attraktiver, die eher Planbarkeit als schnelle Gewinne suchen.
Die Untersuchung ergab zudem, dass Stabilität bei Fine-Wine-Anlegern durchgängig vor hohen Renditen rangiert. Die Befragten legten offenbar größeren Wert auf Vermögenserhalt und langfristige Balance als auf die Aussicht, andere Märkte zu übertreffen. WineCap sagte, dies bedeute nicht, dass Fine Wine in erster Linie als renditestarke Anlage gesehen werde, sondern vielmehr als eine Anlageklasse, die sich anders verhält als traditionelle Investments.
Die Plattform erklärte, dieser Unterschied sei wichtiger geworden, da Anleger zunehmend vorsichtiger damit geworden seien, sich in Stressphasen auf Anleihen und Aktien als Gegengewicht zu verlassen. Zudem sei die geringe Korrelation von Fine Wine mit Mainstream-Assets bis 2025 zu einem stärkeren Verkaufsargument geworden als die frühere Sprache von Leidenschaft oder Sammelleidenschaft.
WineCap verwies außerdem auf bessere Marktdaten und mehr Transparenz im vergangenen Jahrzehnt als Faktoren, die diesen Wandel stützen. Da Informationen zu Preisen, Handelsmustern und Marktperformance besser geworden seien, hätten sich Anleger nach Angaben des Unternehmens zunehmend damit angefreundet, Fine Wine als Teil einer breiteren Portfoliostrategie zu betrachten – und nicht als alternative Anschaffung, die vor allem von Geschmack oder Hobbyinteresse getrieben ist.
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Fine Wine weiterhin die Aufmerksamkeit von Wealth Managern auf sich zieht, die nach Vermögenswerten suchen, die in Phasen unter Druck stehender konventioneller Märkte Widerstandskraft bieten könnten. WineCap sagte, die Attraktivität des Marktes beruhe heute weniger darauf, die höchsten Renditen zu liefern, sondern vielmehr darauf, ein Verhalten zu zeigen, das sich von Aktien und Anleihen unterscheidet – in einer Zeit, in der viele Anleger ihr Verständnis vom Kapitalschutz überdenken.
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