US-Käufer erhöhen ihren Anteil am Fine-Wine-Handel

Liv-ex zufolge stieg die amerikanische Nachfrage auf 5,8 % des gehandelten Werts, während in Großbritannien und Europa wegen der Feiertage pausiert wurde.

08.05.2026

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US-Käufer erhöhen ihren Anteil am Fine-Wine-Handel

Das Handelsvolumen im Fine-Wine-Markt ging in dieser Woche zurück, da Bank Holidays in Großbritannien und Europa sowie der Start der Bordeaux-Kampagne En Primeur 2025 die Aufmerksamkeit vom Handel abzogen, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten von Liv-ex hervorgeht.

Dennoch blieben Käufer in den Vereinigten Staaten aktiv und erhöhten ihren Anteil an den Käufen, womit sie das Vereinigte Königreich überholten. Liv-ex zufolge wurde die US-Nachfrage unter anderem von Opus One gestützt, was den amerikanischen Anteil am gehandelten Wert auf 5,8 % steigen ließ.

Bordeaux führte den Markt erneut an und stand für 28,9 % des gehandelten Werts. Le Pin 2023 war gemessen am Wert der Spitzenwein der Region und wechselte für 19.912 £ pro 12er-Kiste beziehungsweise rund 27.279 US-Dollar sowie 1.941 € pro Flasche den Besitzer. Liv-ex zufolge wird der Jahrgang 2023 inzwischen rege gehandelt und war nach 2017 in dieser Woche der zweitmeistgehandelte Bordeaux-Jahrgang.

Burgund belegte mit einem Anteil von 18,5 % den zweiten Platz, leicht weniger als in der Vorwoche mit 20,1 %. Es folgte Champagne mit 14,8 %. Armand de Brignacs Ace of Spades Gold Brut war wertmäßig der meistgehandelte Wein des Marktes; die Käufe konzentrierten sich dabei auf Asien. Auch Salon stieß auf Interesse, wobei sich die Nachfrage gleichmäßig zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten verteilte.

Die Rhône kam auf einen Marktanteil von 5,5 % und setzte damit ihre starke Entwicklung fort. E. Guigal war nach Wert der führende Produzent der Region, während Weine von Famille Perrin und Clos des Papes am häufigsten den Besitzer wechselten.

Die Toskana lag trotz eines leichten Rückgangs gegenüber der Vorwoche weiter über ihrem April-Durchschnitt. Ein höheres Handelsvolumen bei Tignanello machte fast ein Viertel des in der Region gehandelten Werts aus, und Liv-ex zufolge gab es zudem weiterhin stabile, von den USA getragene Käufe bei Brunello di Montalcino.

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