07.05.2026

Die Gesundheitsbehörden in Shanghai treiben ein Pilotprogramm voran, das Alkohol-Warnhinweise über die Online- und Offline-Vertriebskanäle der Stadt hinweg vorschreibt. Es ist Teil einer breiteren Anstrengung, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken des Alkoholkonsums zu schärfen und die Darstellung alkoholischer Getränke gegenüber Verbrauchern zu standardisieren.
Die Shanghai Municipal Health Commission hatte den Plan erstmals im Dezember 2025 angekündigt und ihre Vorgaben seither auf Einzelhändler, Restaurants, Unterhaltungsstätten und E-Commerce-Anbieter ausgeweitet. Die Regeln gelten nach den offiziellen Unterlagen der Kommission für alle alkoholischen Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 0,5 Volumenprozent. Die Hinweise sollen nach Angaben der Behörde mit dem Shanghai National Nutrition Plan und dem Healthy Shanghai Action Plan in Einklang stehen, die beide von 2019 bis 2030 laufen.
Nach Angaben der Kommission müssen die Warnschilder gut sichtbar sein und dort angebracht werden, wo Kunden sie vor dem Kauf am ehesten wahrnehmen. In stationären Geschäften bedeutet das, dass die Schilder ungefähr auf Augenhöhe platziert werden sollen; wird ein Schild an einer Wand oder ähnlichen Fläche montiert, muss die Unterkante mindestens 120 cm über dem Boden liegen. Die Vorgaben sehen vor, dass an jeder Kasse, jedem Bestellschalter, jedem Regal mit alkoholischen Getränken, jedem offenen Tiefkühlbereich, jedem geschlossenen Kühlbereich, jedem Automatenbereich und jedem Aktionsbereich mindestens ein Schild angebracht sein muss.
Damit können sich Unternehmen nicht auf einen einzelnen Hinweis auf einer Speisekarte oder in der Nähe einer Kasse verlassen. Ziel der Kommission ist es, die Warnungen für Kunden, die vor Ort Kaufentscheidungen treffen, unmittelbar und wirksam zu machen.
Auch Online-Anbieter unterliegen ähnlichen Pflichten. Nach Angaben der Kommission müssen elektronische Warnhinweise an prominenter Stelle erscheinen, etwa in Getränkemenüs, auf den Hauptverkaufsseiten und auf Produktvorstellungsseiten. An jedem dieser Orte muss mindestens ein Hinweis sichtbar sein; zudem darf die Schriftgröße nicht kleiner sein als die Produktmarke auf derselben Seite. Der Warnhinweis muss außerdem für Menschen mit normalem Sehvermögen klar lesbar sein.
Die Vorgaben zur physischen Gestaltung sind präzise. Horizontale Schilder müssen mindestens 210 mm mal 70 mm messen, vertikale Schilder mindestens 210 mm mal 300 mm. Wenn Anbieter die Größe ändern, müssen sie die Proportionen beibehalten. Laut den Richtlinien soll das Verhältnis bei horizontalen Etiketten 3:1 und bei vertikalen Etiketten 0,7:1 bleiben.
Die Kommission hat zudem festgelegt, welche Inhalte die Etiketten enthalten müssen. Sie müssen rechteckig sein und ein dreieckiges Warnsymbol mit einer Weinflasche sowie den Text „Alcohol content > 0.5% vol.“ enthalten. Der Warntext muss in Source Han Sans 思源黑体 gesetzt sein; das Gesamtverhältnis des Etiketts soll 1:1 betragen. Der vorgeschriebene Text umfasst zwei Zeilen: „Drink in moderation and avoid excessive drinking, as excessive drinking is harmful to your health“ und „Minors, pregnant women, and breastfeeding mothers should not drink alcohol.“ Zugelassene Farben sind Rot und Schwarz.
Die Behörden erklärten außerdem, dass die Anbieter für den guten Zustand der Schilder verantwortlich sind. Jedes Etikett, das verschmutzt, beschädigt, abgelöst oder verdeckt ist, muss umgehend ersetzt oder instand gesetzt werden. Der angezeigte Warnhinweis darf nicht geteilt, gedreht, verformt oder verzerrt werden.
Der Pilotversuch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Alkoholabsatz in Chinas größter Stadt weiter ins Internet verlagert und die Aufsichtsbehörden ihre Kontrolle über gesundheitsbezogene Verbraucherhinweise über alle Vertriebskanäle hinweg verschärfen. Die Gesundheitskommission von Shanghai stellt den Etikettenversuch als Teil einer langfristigen Strategie für die öffentliche Gesundheit dar und nicht als zeitlich begrenzte Kampagne – ein Signal dafür, dass Alkoholwarnungen zu einem dauerhafteren Bestandteil des Getränkevertriebs in einem der wichtigsten Verbrauchermärkte Chinas werden könnten.
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