US-Weinimporte gingen im vergangenen Jahr um 8,3 % zurück

New York, Kalifornien und Texas trugen den Großteil des Rückgangs um 565 Millionen Dollar, wie die American Association of Wine Economists mitteilte

06.05.2026

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US-Weinimporte gingen im vergangenen Jahr um 8,3 % zurück

Die amerikanischen Zölle auf europäischen Wein im Jahr 2025 belasteten zwar die Exporte in die Vereinigten Staaten, fielen aber auch mit einem deutlichen Rückgang der Weinimporte der USA selbst zusammen, wie aus von der American Association of Wine Economists zitierten Daten hervorgeht. Die Gruppe teilte mit, dass die US-Weinimporte im vergangenen Jahr wertmäßig um 8,3 % zurückgingen, ein Minus von 565 Millionen Dollar, basierend auf Zahlen des U.S. Bureau of the Census und U.S. Trade Online.

Nach Angaben der Vereinigung entfielen die stärksten Rückgänge auf Bundesstaaten, die normalerweise zu den aktivsten Weinmärkten gehören. New York importierte 2025 Wein im Wert von 106 Millionen Dollar weniger, ein Rückgang um 7,6 %. Kalifornien lag um 102 Millionen Dollar niedriger beziehungsweise um 7,1 %, und Texas verzeichnete ein Minus von 80 Millionen Dollar oder 17,7 %. Zusammen standen diese drei Bundesstaaten für 51 % des gesamten wertmäßigen Rückgangs der Weinimporte, also für 288 Millionen Dollar des insgesamt 565 Millionen Dollar großen Minus.

Einige der stärksten prozentualen Rückgänge wurden in South Carolina verzeichnet, wo die Importe um 49,5 % sanken, wenngleich der Wertverlust bei 51 Millionen Dollar lag, sowie in Wisconsin, wo die Importe um 46,3 % zurückgingen, was 10 Millionen Dollar entsprach. Einige Bundesstaaten entwickelten sich gegenläufig. Pennsylvania meldete ein Plus von 23,2 %, Oregon legte um 14,2 % zu. Oregon fiel als einziger großer weinproduzierender Bundesstaat mit steigenden Importen auf, während Kalifornien, New York und Texas allesamt Rückgänge verzeichneten. Der Bundesstaat Washington lag um 6,3 % niedriger, Virginia sank um 16,4 % und Idaho um 31,8 %.

Die Zollfrage nahm inzwischen eine weitere Wendung, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA die Abgaben für rechtswidrig erklärt hatte und die Trump-Regierung mit den Arbeiten an Rückerstattungen begann. Diese Erstattungen werden über alle betroffenen Waren hinweg auf rund 160 Milliarden Dollar geschätzt.

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