07.05.2026

Eine Mehrheit der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Menschen in Deutschland befürwortet höhere Steuern auf Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Getränke, um die weiter steigenden Beiträge zur Krankenversicherung zu stabilisieren. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Deloitte-Umfrage hervor.
Die Befragung ergab, dass zwei Drittel der Teilnehmer eine höhere Steuer auf Spirituosen unterstützen. Auch eine Ausweitung der Alkoholbesteuerung über Hochprozentiges hinaus fand breite Zustimmung: 64 % sprachen sich dafür aus, auch Bier und Wein höher zu besteuern. Eine höhere Tabaksteuer befürworteten 59 % der Befragten, während 52 % eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke unterstützten. Deloitte zufolge sprachen sich zudem 53 % dafür aus, auch Produkte wie Süßigkeiten mit einer Zuckersteuer zu belegen.
Die Umfrage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland unter wachsendem finanziellem Druck stehen und die Politik darüber debattiert, wie sich der Anstieg der Beiträge bremsen lässt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Versicherte eher bereit sind, Steuern zur Verhaltenslenkung zu akzeptieren als direkte Mehrbelastungen aus eigener Tasche.
Vorschläge, die Kosten stärker direkt auf Patienten verlagern würden, stießen dagegen auf Skepsis. Deloitte teilte mit, 84 % der Befragten hielten höhere Zuzahlungen für Patienten für wenig oder gar nicht geeignet, um die Beiträge stabil zu halten; 80 % sagten dasselbe über eine Kürzung der Zuschüsse für Zahnersatz.
Die Umfrage wurde vom 13. bis 16. April unter mehr als 900 in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe von 1.000 Verbrauchern durchgeführt. Deloitte zufolge zeigen die Ergebnisse, dass Gesundheitspolitik für versicherte Deutsche zu den wichtigsten Themen gehört; 41 % nannten sie unter ihren drei wichtigsten politischen Anliegen.
Dennoch war das Vertrauen begrenzt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen die Kosten tatsächlich dämpfen werden. Nur 17 % der Befragten erwarteten, dass die Vorschläge der Kommission und Teile der Reaktion der Regierung die Beiträge kurzfristig stabilisieren werden. Dagegen gingen 77 % davon aus, bald mehr zahlen zu müssen, und 84 % rechneten mittelfristig mit weiteren Erhöhungen. Fast die Hälfte, 45 %, erwartete zudem, dass sich die Gesundheitsversorgung in den kommenden ein bis zwei Jahren verschlechtern wird.
Gregor-Konstantin Elbel, Deloitte-Partner mit Schwerpunkt gesetzliche Krankenversicherung, sagte, präventionsorientierte Maßnahmen seien zwar willkommen, würden Finanzierungslücken aber nicht schnell genug allein schließen. Nötig seien zudem Strukturreformen, Digitalisierung und weniger Bürokratie, um zu verhindern, dass das Vertrauen in das System weiter erodiert.
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