30.04.2026

Die Organisation, die das geplante Pfandrückgabesystem im Vereinigten Königreich überwacht, teilte am Montag mit, dass Käufer beim Start des Programms im Oktober 2027 in England, Schottland und Nordirland einen pauschalen Pfandbetrag von 20 Pence auf berechtigte Getränkebehälter zahlen werden.
Exchange for Change erklärte, die Gebühr gelte für Einwegbehälter aus PET-Kunststoff, Stahl und Aluminium mit einem Fassungsvermögen von 150 ml bis 3 Litern. Verbraucher erhalten die vollen 20 Pence zurück, wenn sie die entsprechenden Behälter zurückgeben.
Die Entscheidung folgt Konsultationen mit Branchenverbänden und einer Überprüfung von Pfandrückgabesystemen in Europa und anderen Märkten. Exchange for Change erklärte, man habe unterschiedliche Pfandhöhen und Preismodelle geprüft, um einen Ansatz zu finden, der für Verbraucher leicht verständlich ist und zugleich Produzenten und Händlern ein praktikables System bietet.
Die Gruppe sagte, sie habe sich entschieden, die Pfandhöhe bereits jetzt bekanntzugeben – knapp 18 Monate vor dem Start –, damit Unternehmen mit den Vorbereitungen für das System beginnen können. Der Zeitpunkt ist für Getränkehersteller, Verpackungslieferanten, Einzelhändler und Entsorgungsunternehmen wichtig, die vor der Einführung Etikettierung, Sammelsysteme und Abläufe im Handel anpassen müssen.
Im Rahmen der Überprüfung testete Exchange for Change die Reaktionen der Verbraucher auf Pfandbeträge zwischen 10 Pence und 30 Pence. Nach Angaben der Organisation würden Pfandbeträge unter 15 Pence voraussichtlich nicht ausreichen, um innerhalb von drei Jahren eine Rücklaufquote von 90 % der Behälter zu erreichen. Zugleich könne ein Pfand von 30 Pence für Käufer zu hohe Vorabkosten verursachen.
Die Organisation prüfte außerdem variable Pfandbeträge je nach Behältergröße oder Material. Solche Systeme werden in einigen Ländern eingesetzt, können aber bei kleineren Behältern zu niedrigeren Rücklaufquoten führen.
Russell Davies, Chief Executive von Exchange for Change, sagte, die Höhe des Pfands sei zentral dafür, wie das System in der Praxis funktionieren werde. Man habe sich umfassend mit der Branche beraten und untersucht, wie ähnliche Programme im Ausland funktionieren, bevor man sich auf den aus seiner Sicht angemessensten Betrag für das Vereinigte Königreich festgelegt habe.
Das Pfandrückgabesystem ist Teil einer breiteren Anstrengung von Regierungen und Industrie, die Recyclingquoten zu erhöhen und Abfall durch Getränkeverpackungen zu verringern. Für Unternehmen aus den Bereichen Bier, Erfrischungsgetränke und Mineralwasser wird die Pauschalgebühr Verpackungsdesign, Preisstrategie und Logistik entlang der Lieferkette vor dem Starttermin im Oktober 2027 beeinflussen.
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