23.04.2026

Frankreich hat ein neues Krisenprogramm zur Destillation von Rot- und Roséweinen aufgelegt. Vorgesehen sind Beihilfen von 33 €/hl bei einer Obergrenze von 40 Millionen Euro, während die Regierung versucht, hohe Lagerbestände abzubauen und den Markt zu entlasten.
Die Maßnahme gilt für AOP-, IGP- und Weine ohne geografische Angabe, sofern sie rot oder rosé sind, mindestens 11 % Alkoholgehalt aufweisen und lose geliefert werden. Die Beihilfe teilt sich auf in 30 €/hl für die Inhaber des Weins, darunter Erzeuger, Erzeugerorganisationen, Genossenschaften und Händler, sowie 3 €/hl für die Brennereien. Anträge müssen bis zum 12. Mai um 12 Uhr elektronisch über die Datenerfassungsplattform von FranceAgriMer eingereicht werden.
Finanziert wird das Programm aus der europäischen Krisenreserve; es soll Überschussmengen vom Markt nehmen und sie industriellen oder energetischen Verwendungen zuführen. Französische Behörden erklärten, Ziel sei es, auf hohe Lagerbestände und sich verschlechternde Marktbedingungen in einigen Weinkategorien zu reagieren, insbesondere in Segmenten, in denen die Preise unter dem Druck eines Überangebots stehen.
Der Destillationsplan ist Teil eines umfassenderen Krisenpakets für den Weinbau, das Landwirtschaftsministerin Annie Genevard auf der Fachmesse Sitevi angekündigt und das später mit der Verabschiedung des sogenannten Weinpakets von den europäischen Behörden gebilligt wurde. Dieses Paket umfasste auch ein dauerhaftes Programm zur Rodung von Reben, das im März geschlossen wurde und bis zum 31. Dezember rund 27.929 Hektar aus der Produktion nehmen wird; die Beihilfe beträgt 4.000 Euro pro Hektar, insgesamt also etwa 111 Millionen Euro.
Es ist die zweite große Intervention innerhalb weniger Jahre, die auf eine Verringerung des Überangebots abzielt. In den Jahren 2024/25 umfasste ein früheres Rodungsprogramm 27.451 Hektar bei derselben Entschädigungssumme. Bereits 2023 hatte Frankreich 200 Millionen Euro bereitgestellt, um im Rahmen eines früheren Notfallprogramms mehr als 4 Millionen Hektoliter Stillwein zu destillieren; damals lagen die Sätze deutlich höher als im aktuellen Programm: 75 €/hl für AOP-Weine, 65 €/hl für IGP-Weine und 45 €/hl für Weine ohne geografische Angabe. Nach Angaben von Beamten könnte das neue Programm rund 1,2 Millionen Hektoliter vom Markt nehmen.
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