23.04.2026

Australiens Treasury Wine Estates teilte am Mittwoch mit, dass das Unternehmen zum 1. Oktober auf ein neues regionales Betriebsmodell umstellen wird. Nach Angaben des Konzerns soll dies die Struktur vereinfachen und Kosten senken sowie zugleich helfen, in wichtigen Märkten schneller zu reagieren.
Die Ankündigung trieb die Aktie des Luxusweinherstellers deutlich nach oben: Im frühen Handel legte sie um 19,8 % auf A$4,85 zu und erreichte den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Zudem verzeichnete die Aktie laut von Reuters zitierten Marktdaten ihre stärkste Intraday-Session seit dem 20. Mai 2014.
Treasury Wine, gemessen am Volumen einer der größten Weinproduzenten der Welt, erklärte, die neue Struktur werde das Geschäft in vier Regionen gliedern: Amerika; Australien, Neuseeland und Europa; Greater China; sowie Emerging Markets, zu denen der übrige Teil Asiens, der Nahe Osten und Afrika gehören. Ziel der Änderung sei es, die Verantwortlichkeiten klarer zuzuordnen, Entscheidungen zu beschleunigen, die Umsetzung in jedem Markt zu schärfen und die Kundenorientierung zu stärken.
Der Eigentümer von Penfolds teilte zudem mit, dass er neue Kreditzusagen über A$300 Millionen gesichert habe, um künftige Fälligkeiten zu refinanzieren und die Liquidität zu stützen. Zum aktuellen Wechselkurs entspricht das rund $214.83 Millionen.
Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund eines uneinheitlicheren globalen Nachfrageumfelds und des Versuchs von Treasury Wine, die Kosten im gesamten Unternehmen zu senken. Das Unternehmen erklärte, stärkere Abverkäufe im dritten Quartal in wichtigen Märkten seien durch Penfolds-Verkäufe in China gestützt worden; dieser Trend dürfte helfen, die Lagerbestände bei Kunden in China und den Vereinigten Staaten abzubauen.
Treasury Wine sagte weiter, es erwarte nach wie vor, dass der Gewinn vor Zinsen, Steuern, SGARA und Sondereinflüssen im zweiten Halbjahr höher ausfallen werde als im ersten Halbjahr. Zudem rechne man nicht damit, dass höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2026 wesentlich beeinträchtigen werden.
Analysten von Citi stuften die Aktie auf neutral herab und erklärten, die neuen Kreditzusagen könnten einige kurzfristige Sorgen über die Bilanz entschärfen. Marc Jocum, Senior Product and Investment Strategist bei Global X ETFs, sagte, Treasury Wine habe bislang keine konkreten Stellenstreichungen öffentlich gemacht; Formulierungen über ein verschlanktes Corporate Center deuteten jedoch in der Regel auf weniger Managementebenen hin.
Der regionale Umbau des Unternehmens spiegelt einen breiteren Trend unter großen Konsummarken wider, ihre Abläufe zu vereinfachen, während sie in wichtigen Märkten mit Druck durch veränderte Nachfragemuster, Lagerbestände und Finanzierungskosten konfrontiert sind.
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