Französische Weinbehörde verleiht Montpeyroux den Status einer eigenen Appellation

Die Erzeuger in der südfranzösischen Region werden ihre Weine ab dem Jahrgang 2026 mit der neuen Bezeichnung versehen, sofern die EU dies genehmigt.

24.02.2026

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French Wine Authority Grants Montpeyroux Its Own Appellation Status

Das französische Nationale Institut für Herkunft und Qualität (INAO) hat dem Antrag von Montpeyroux auf eine eigene Appellation offiziell zugestimmt, was eine bedeutende Veränderung für die Weinregion in Südfrankreich darstellt. Bislang war Montpeyroux als Unterregion innerhalb der größeren Appellation Languedoc anerkannt. Das Gebiet ist bekannt für seine hochwertigen Weine und mehrere Erzeuger, die bei Kritikern einen guten Ruf genießen.

Die INAO bestätigte ihre Entscheidung Ende letzter Woche. Das Verfahren hat in der Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit erregt, was wahrscheinlich auf die technische Natur von Änderungen der Bezeichnungen und die damit verbundenen schrittweisen Schritte zurückzuführen ist. Anfang des Jahres war berichtet worden, dass Montpeyroux den Status einer vollständigen Appellation anstrebt und wahrscheinlich auch erhalten wird.

Der neue Status ist noch nicht ganz offiziell. Die Entscheidung des INAO muss im französischen Amtsblatt veröffentlicht und dann der Europäischen Union zur endgültigen Genehmigung im Rahmen des AOP-Systems (Appellation d'Origine Protégée) vorgelegt werden. Dieser Schritt ist für alle französischen Weinregionen erforderlich, die eine geschützte Bezeichnung auf europäischer Ebene anstreben.

Die Erzeuger von Montpeyroux werden ihre Weine ab dem Jahrgang 2026 mit der neuen Bezeichnung kennzeichnen. Diese Flaschen werden jedoch erst Ende 2027, nach der üblichen Reifezeit und Freigabe, zum Verbraucher gelangen. Lokale Medien, darunter der Radiosender France Bleu, bezeichneten die Entscheidung der INAO als einen grundlegenden Schritt, der das einzigartige Terroir von Montpeyroux anerkennt und schützt.

Montpeyroux liegt im Departement Hérault, nördlich von Montpellier. Die Weinberge der Region sind auf Kalksteinhängen in unterschiedlichen Höhenlagen angepflanzt und bringen Rotweine hervor, die häufig eine Mischung aus Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan und Cinsault sind. Die Erzeuger in diesem Gebiet argumentieren seit langem, dass ihre Böden und ihr Klima sie von anderen Teilen des Languedoc unterscheiden.

Es wird erwartet, dass der Status als Appellation den lokalen Winzern helfen wird, ihre Produkte sowohl in Frankreich als auch im Ausland besser zu vermarkten. Außerdem werden damit strengere Regeln für die Produktionsmethoden und die Rebsorten eingeführt, was nach Ansicht der Befürworter die Qualität und Authentizität der Weine weiter gewährleisten wird.

Die Entscheidung der INAO fällt in eine Zeit, in der sich mehrere französische Weinregionen um eine stärkere Anerkennung ihrer unterschiedlichen Identitäten bemühen. In den letzten Jahren haben auch andere Unterregionen des Languedoc den Status einer eigenen Bezeichnung erhalten oder angestrebt, um die lokalen Unterschiede in der französischen Weinproduktion hervorzuheben.

Im Moment bereiten sich die Erzeuger in Montpeyroux auf die Umstellung vor und warten auf die endgültige Genehmigung aus Brüssel. Wenn die Genehmigung erteilt wird, wird die neue Bezeichnung ab der Ernte 2026 auf den Etiketten erscheinen und den Verbrauchern bei der Wahl von Flaschen aus diesem Teil Südfrankreichs ein klareres Gefühl für die Herkunft geben.

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