Trump zieht Androhung von 25 % Zöllen auf NATO-Verbündete nach Gesprächen in Davos zurück

Die Wein- und Spirituosenindustrie bleibt unruhig, da die bestehenden Zölle bestehen bleiben und eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bevorsteht

22.01.2026

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Trump Withdraws Threat of 25% Tariffs on NATO Allies After Davos Talks

Präsident Trump hat seine jüngste Drohung, zusätzliche Zölle in Höhe von 25 % auf NATO-Länder, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, zu erheben, zurückgezogen. Die Entscheidung erfolgte nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Davos (Schweiz). Trump bezeichnete das Treffen als produktiv und verkündete in den sozialen Medien, dass es nun "den Rahmen für eine künftige Vereinbarung in Bezug auf Grönland" gebe. Er deutete an, dass die Gespräche über Grönland fortgesetzt werden, nannte aber keine weiteren Einzelheiten.

Die angedrohten Zölle standen im Zusammenhang mit Trumps anhaltendem Interesse, Grönland, ein Territorium Dänemarks, zu erwerben. Der Vorschlag hatte zuvor zu Spannungen unter den NATO-Verbündeten geführt, die sich besorgt über die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Zölle auf ihre Exporte in die Vereinigten Staaten äußerten. Die Wein-, Spirituosen- und Bierindustrie war besonders besorgt, da viele US-Unternehmen auf Einfuhren aus Europa angewiesen sind.

Derzeit erheben die Vereinigten Staaten einen Zoll von 15 % auf Weine und Spirituosen aus der Europäischen Union und einen Zoll von 10 % auf britische Abfüllungen. Diese Zölle bleiben in Kraft, während der Oberste Gerichtshof ihre Rechtmäßigkeit prüft. Ein Urteil wird in Kürze erwartet, das die Zukunft dieser Abgaben beeinflussen könnte.

Anfang dieser Woche drohte Trump außerdem damit, einen separaten Zoll von 200 % auf französische Weine zu erheben, falls Frankreich seine Einladung zur Teilnahme an der Friedensinitiative für Gaza nicht annimmt. Dieser Schritt führte zu weiterer Unsicherheit für Importeure und Händler in der US-Getränkeindustrie.

Branchenverbände haben sich sehr besorgt über die anhaltenden Zolldrohungen geäußert. Die U.S. Wine Trade Alliance erklärte, dass "die Androhung neuer Zölle den Verlust von Arbeitsplätzen und die Schließung von Unternehmen in den gesamten Vereinigten Staaten beschleunigt". Die Gruppe betonte, dass solche Drohungen die Geschäftsplanung stören und Importeure, Vertriebsunternehmen, Einzelhändler und Restaurants, die von importierten Weinen abhängig sind, unmittelbar unter finanziellen Druck setzen.

Die Situation bleibt im Fluss, da die Verhandlungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten weitergehen. Viele in der Getränkeindustrie warten aufmerksam auf Neuigkeiten aus dem Weißen Haus und vom Obersten Gerichtshof und hoffen auf eine stabile Handelspolitik, die es ihnen ermöglicht, ohne Angst vor plötzlichen Änderungen der Zölle oder Vorschriften für die Zukunft zu planen.

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