Gesetzgebung fordert 100 % einheimische Trauben für Weine mit amerikanischem Etikett

Mit dem kalifornischen Gesetzentwurf soll sichergestellt werden, dass als "amerikanisch" gekennzeichnete Weine ausschließlich aus in den USA angebauten Trauben hergestellt werden, um die Transparenz und das Vertrauen zu stärken.

15.01.2026

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Up to 25 Percent of

Ein neuer Gesetzentwurf, der in die kalifornische Staatsversammlung eingebracht wurde, zielt darauf ab, die Regeln für als "amerikanisch" etikettierte Weine zu verschärfen. Die Abgeordneten Damon Connolly aus San Rafael und Rhodesia Ransom aus Tracy haben die Vorlage AB 1585 am 14. Januar 2026 in Sacramento vorgestellt. Die Gesetzgebung würde vorschreiben, dass jeder Wein mit der Bezeichnung "amerikanisch" ausschließlich aus Trauben aus den Vereinigten Staaten hergestellt werden muss. Dieser Vorschlag ist eine Reaktion auf die derzeitigen Bundesvorschriften, die es erlauben, dass bis zu 25 Prozent des Weins in Flaschen mit der Bezeichnung "amerikanisch" aus importiertem, außerhalb des Landes hergestelltem Fasswein stammen.

Der Gesetzentwurf wird von der California Association of Winegrape Growers (CAWG) und Family Winemakers of California unterstützt. Beide Organisationen argumentieren, dass die Änderung notwendig ist, um Transparenz und Genauigkeit bei der Weinetikettierung zu gewährleisten und die wahre Herkunft der verwendeten Trauben wiederzugeben. Die Befürworter sagen, dass die Verbraucher erwarten, dass als "amerikanisch" gekennzeichnete Weine aus in Amerika angebauten Trauben hergestellt werden, und dass der derzeitige Standard die Käufer in die Irre führen kann.

Abgeordneter Connolly betonte, wie wichtig Ehrlichkeit bei der Kennzeichnung sei. Er sagte, dass die kalifornische Weinindustrie weltweit für ihre Qualität anerkannt sei, die in den lokalen Traditionen des Traubenanbaus und der Weinherstellung verwurzelt sei. Connolly erklärte, dass die Möglichkeit, importierten Wein in loser Schüttung unter einem "amerikanischen" Etikett zu verkaufen, sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch den Ruf der einheimischen Erzeuger untergräbt. Seiner Meinung nach wird AB 1585 den Verbrauchern die Gewissheit geben, dass sie authentischen amerikanischen Wein kaufen.

Abgeordnete Ransom hob die zentrale Rolle Kaliforniens in der US-Weinproduktion hervor und wies darauf hin, dass der Staat etwa 85 Prozent des gesamten amerikanischen Weins produziert. Sie wies auf die lange Geschichte des Weinanbaus im San Joaquin County hin und sagte, der Gesetzentwurf sei eine einfache Maßnahme, um die Wahrheit bei der Kennzeichnung eines für die kalifornische Wirtschaft und Identität wichtigen Produkts sicherzustellen.

Führende Vertreter der Industrie haben sich für den Gesetzentwurf ausgesprochen. Natalie Collins, Präsidentin der CAWG, sagte, dass die Verbraucher darauf vertrauen können sollten, dass die Trauben in Kalifornien angebaut wurden, wenn eine Flasche mit "American" gekennzeichnet ist. Sie wies darauf hin, dass Kalifornien bereits vorschreibt, dass Weine mit der Bezeichnung "Kalifornien" zu 100 Prozent aus in Kalifornien angebauten Trauben hergestellt werden müssen, und dass die Ausweitung dieses Standards auf "amerikanische" Etiketten ein logischer nächster Schritt ist.

GinaLisa Tamayo, Vorsitzende von Family Winemakers of California, sagte, dass unabhängige Weingüter auf das Vertrauen der Verbraucher und eine genaue Etikettierung angewiesen seien. Sie argumentierte, dass die Menschen, die eine Flasche mit der Aufschrift "American" kaufen, erwarten, dass damit lokale Erzeuger und Unternehmen unterstützt werden. Das vorgeschlagene Gesetz würde zum Schutz dieses Vertrauens beitragen, indem es sicherstellt, dass die Etiketten die wahre Herkunft der Trauben widerspiegeln.

Andere Vertreter der Branche schlossen sich dieser Meinung an. Stuart Spencer, geschäftsführender Direktor der Lodi Winegrape Commission, sagte, dass eine klare Kennzeichnung von grundlegender Bedeutung sei, um das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten. Joel Peterson, geschäftsführender Direktor der Paso Robles Wine Country Alliance, fügte hinzu, dass Wein grundsätzlich ein landwirtschaftliches Produkt sei und dass auf dem Etikett angegeben werden sollte, wo die Trauben tatsächlich angebaut wurden.

Der Gesetzentwurf zielt nicht darauf ab, Weinimporte oder Verschnittpraktiken innerhalb von Staaten oder Regionen einzuschränken oder zu verbieten. Er wirkt sich auch nicht auf die Preisgestaltung oder Beschaffungsentscheidungen von Weinkellereien aus. Stattdessen geht es ausschließlich darum, die Kennzeichnung "amerikanisch" mit den Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich der Herkunft der Trauben in Einklang zu bringen.

Falls die AB 1585 verabschiedet wird, würde sie nur für Weine gelten, die am oder nach dem 1. Juli 2027 abgefüllt werden. Diese Übergangsfrist soll den Winzern Zeit geben, ihre Beschaffungs- und Produktionsverfahren bei Bedarf anzupassen.

Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der die Verbraucher zunehmend an Transparenz über die Herkunft von Lebensmitteln und Getränken interessiert sind. Die Befürworter von AB 1585 sagen, dass dies dazu beitragen wird, die Integrität des amerikanischen Weins zu bewahren und die einheimischen Traubenproduzenten zu unterstützen, die das Rückgrat der Branche bilden.

Der kalifornische Weinsektor wirbt seit langem mit regionaler Identität und Authentizität. Das vorgeschlagene Gesetz baut auf dieser Tradition auf, indem es sicherstellt, dass die Angaben zum nationalen Ursprung bei allen als "amerikanisch" gekennzeichneten Weinen korrekt sind. Der Gesetzentwurf muss nun von den gesetzgebenden Ausschüssen in Sacramento geprüft werden.

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