U.S.-Weinabsatz sinkt bis 2024 um 8%

Bericht unterstreicht Rückgang des Weinverkaufs in Restaurants und im Einzelhandel

05.02.2025

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Laut einem Bericht von SipSource (Wine and Spirits Wholesalers of America) wird der Weinabsatz in den Vereinigten Staaten bis 2024 um 8 % zurückgehen. Dieser Rückgang spiegelt die sich ändernden Verbrauchergewohnheiten wider, da immer mehr Amerikaner ihren Alkoholkonsum reduzieren oder nach alkoholfreien Alternativen suchen.

Dem Bericht zufolge hat sich der Rückgang sowohl auf den Absatz in Restaurants als auch in Fachgeschäften ausgewirkt. Im stationären Handel, zu dem Bars, Restaurants und Clubs gehören, ging der Weinabsatz um 7,9 % zurück und schnitt damit schlechter ab als andere Kategorien alkoholischer Getränke. Tafelweine, die 75 % des gesamten Branchenumsatzes ausmachen, gingen um 8 % zurück, während Schaumweine und Champagner, die 16,8 % des Marktes ausmachen, den gleichen Rückgang verzeichneten.

Die Analyse von SipSource unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen im Gaststättengewerbe, wo die Aufrechterhaltung der Nachfrage nach Wein und Spirituosen weiterhin schwierig ist. Die Verbraucher verlagern ihre Kaufgewohnheiten zunehmend und bevorzugen den Konsum außerhalb der traditionellen Bar- und Restaurantumgebung. Außerdem verändert die steigende Beliebtheit alkoholfreier Alternativen die Wahrnehmung des Weinkonsums.

Dr. Raj Dasgupta, Facharzt für Innere Medizin am Huntington Health in Los Angeles, erklärte gegenüber Fox News Digital, dass dieser Rückgang nicht überraschend kommt. Er wies darauf hin, dass das wachsende Bewusstsein für die mit Alkohol verbundenen Gesundheitsrisiken ein Schlüsselfaktor für diesen Trend ist. "Wir wissen heute, dass selbst mäßiger Alkoholkonsum das Risiko von Krankheiten wie Krebs, Lebererkrankungen und Herzproblemen erhöhen kann", so Dasgupta. Die Diskussionen über die Auswirkungen des Alkohols und die Initiativen, die sich für Warnhinweise auf alkoholischen Getränken einsetzen, veranlassen viele Verbraucher, ihre Trinkgewohnheiten zu überdenken.

Ein weiterer Faktor, der zum Rückgang der Weinverkäufe beiträgt, ist der Anstieg der alkoholfreien Getränke. Dasgupta stellte fest, dass jüngere Generationen sich zunehmend für Alternativen wie Mocktails entscheiden, alkoholfreie Cocktails, die ein ähnliches soziales Erlebnis ohne die damit verbundenen Gesundheitsrisiken bieten. "Alkoholfreie Getränke sind leichter zugänglich und bequemer und lassen Wein im Vergleich dazu weniger attraktiv erscheinen", erklärte er.

Diese Verschiebung der Verbraucherpräferenzen deutet darauf hin, dass sich die US-Weinindustrie an einen sich wandelnden Markt anpassen muss. Weinkellereien und Händler werden neue Strategien entwickeln müssen, um einen Kundenstamm zu gewinnen, der zunehmend zu gesünderen Optionen und alternativen Trinkerlebnissen tendiert.

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