Weltweiter Champagnerabsatz sinkt um 9,2%

Inflation und globale Spannungen beeinflussen den Champagnerkonsum

22.01.2025

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Nach Angaben des Comité Champagne ist der Champagnerabsatz in Frankreich im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden weltweit 271,4 Millionen Flaschen verkauft, was einem Rückgang von 9,2 % im Vergleich zu 2023 entspricht. Der französische Markt, traditionell ein Hauptabnehmer von Champagner, verzeichnete 118,2 Millionen verkaufte Flaschen, was einem Rückgang von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang ist nach Angaben der Organisation auf die vorherrschende politische und wirtschaftliche Unsicherheit im Lande zurückzuführen.

Auch auf dem internationalen Markt war ein Rückgang zu verzeichnen: Die Exporte erreichten 153,2 Millionen Flaschen, was einem Rückgang von 10,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses Rückgangs blieben die Ausfuhren mit einem Anteil von 56,4 % an den Gesamtverkäufen höher als die Inlandsverkäufe. Diese Entwicklung, die in den letzten Jahren zu einem Trend geworden ist, unterstreicht die wachsende Bedeutung des Champagners auf den ausländischen Märkten.

Maxime Toubart, Präsident des Syndicat Général des Vignerons und Co-Präsident des Comité Champagne, stellte fest, dass der Champagnerkonsum häufig die Stimmung der Verbraucher widerspiegelt. Er führte den Rückgang auf Faktoren wie Inflation, internationale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheit und das Fehlen klarer politischer Entscheidungen in wichtigen Märkten wie Frankreich und den Vereinigten Staaten zurück. David Chatillon, Präsident der Union des Maisons de Champagne und Co-Präsident des Comité Champagne, betonte, wie wichtig es sei, in schwierigen Zeiten die Bemühungen um Nachhaltigkeit fortzusetzen, neue Märkte zu erschließen und neue Verbraucher zu gewinnen.

Die Champagnerindustrie befindet sich in einer Zeit großer Veränderungen, in der der Luxuskonsum sowohl globale als auch lokale Spannungen widerspiegelt. Die Erzeuger scheinen sich auf langfristige Strategien zu konzentrieren, obwohl die aktuellen Herausforderungen Fragen über die Entwicklung des Marktes in den kommenden Jahren aufwerfen.

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