US-Spirituosenmarkt verlangsamt sich, da die Verbraucher ihre Ausgaben verlagern und trinkfertige Produkte an Boden gewinnen

Premiumisierung von Whiskey und Gin setzt sich fort, während Kleinpackungen und RTDs die Wachstumsmuster der Branche neu gestalten

28.08.2025

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US spirits market slows as consumers shift spending and ready-to-drink products gain ground

Der US-amerikanische Spirituosenmarkt zeigt Anzeichen einer Verlangsamung, und das Wachstum liegt unter seinem langfristigen Trend. Nach Angaben von Nielsen sank der Wert der Branche im August um etwa 3 %. Dieser Rückgang deckt sich mit den Zahlen des Distilled Spirits Council of the United States (DISCUS) für das Jahr 2024, wonach Volumen und Wert der Branche - ohne trinkfertige Produkte (RTD) und Cocktails - um 3,0 % bzw. 2,6 % zurückgingen.

Mark Brown, CEO von Sazerac, ging kürzlich in einem Branchen-Update auf diese Trends ein. Er wies darauf hin, dass die Verbraucher zwar in Kategorien wie Wodka und Rum weniger konsumieren, die Premiumisierung bei Whiskey und Gin jedoch weiterhin stark ist. Brown erklärte, dass sich die Inflation und die moderateren Konsumgewohnheiten der Generation Z auf den Umsatz auswirken, aber er glaubt, dass langfristige Faktoren wie die Premiumisierung und der wachsende Marktanteil von Spirituosen nach wie vor robust sind.

Der Markt steht vor zwei großen Herausforderungen. Erstens nehmen die auf Spirituosen basierenden RTDs den traditionellen destillierten Spirituosen weiterhin Volumen weg. Zweitens werden kleine Packungsformate immer beliebter und machen inzwischen 80 % des Volumenwachstums aus. Diese kleineren Verpackungen bieten den Verbrauchern geringere Kosten aus der eigenen Tasche. Brown wies darauf hin, dass diese Trends zwar Druck auf das derzeitige Volumen ausüben, aber auch neue Verbraucher für die Kategorie anziehen und die künftige Premiumisierung unterstützen könnten.

Die Preis- und Mischungstrends in den verschiedenen Spirituosenkategorien zeigen ein gemischtes Bild. Tequila verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,6 %, der weniger stark ausfiel als im Juli. Gin stieg um 1,6 %, Wodka um 0,5 %, Rum fiel um 0,5 %, Bourbon stieg um 1,0 %, kanadischer Whisky stieg um 1,5 %, Cognac fiel um 2,7 %, und Scotch stieg um 0,6 %. Brown betonte, dass trotz der Verlangsamung bei Tequila Gin, Bourbon und kanadischer Whisky weiterhin den Trend zur Premiumisierung unterstützen.

Bei Tequila stach Don Julio mit einem Umsatzplus von 6,2 % und einem Anstieg des Volumens um 8,2 % hervor und übertraf damit die Konkurrenz, obwohl die gesamte Kategorie um 1,8 % zurückging. Andere Marken wie Casamigos und Altos mussten deutliche Rückgänge von 20 % bzw. 11,7 % hinnehmen.

Der Absatz von Scotch sank um 6,4 %, aber das Preis/Mix-Verhältnis blieb mit 0,6 % positiv. Premiummarken wie Johnnie Walker und Chivas Regal verzeichneten Zuwächse von 2,2 % und 0,9 % und trugen dazu bei, die Rückgänge bei den Mainstream-Marken auszugleichen. Irischer Whiskey hielt sich stabil, wobei Jameson in den letzten drei Monaten nur um 1,1 % nachgab.

Amerikanischer Whiskey profitiert weiterhin von der Premiumisierung, wobei Marken wie Colonel Taylor das Wachstum ankurbeln, während Jack Daniel's und Jim Beam Rückgänge verzeichneten.

Bei kanadischem Whisky erholte sich Crown Royal im August mit einem Zuwachs von 0,8 % nach einem starken Rückgang im Juli. Neue Geschmacksinnovationen spielten dabei eine Rolle: Brombeere stieg um mehr als 180 %, während Pfirsich um fast 15 % zurückging. Brown warnte davor, dass die Volatilität anhalten könnte, wenn neue Geschmacksrichtungen auf den Markt kommen.

Weiße Spirituosen wie Wodka stehen weiterhin unter Abwärtsdruck, wobei etablierte Marken wie SKYY und Absolut an Boden verlieren. Im Gegensatz dazu verzeichneten RTDs im August ein starkes Wachstum von fast 27 %, verglichen mit etwa 22 % im Vormonat. Marken wie Surfside, Sun Cruiser, Buzzballz, Cutwater und Nutrl gehörten zu den Spitzenreitern in diesem Segment.

Große globale Unternehmen sind nach wie vor stark auf dem US-Spirituosenmarkt engagiert: Diageo erwirtschaftet etwa die Hälfte seines Geschäfts in den USA, Remy Cointreau etwa 40 %, Campari etwa ein Viertel, während Pernod Ricard ein bedeutendes, aber kleineres Engagement hat.

Brown bezeichnete das derzeitige Umfeld als "Korrektur" für destillierte Spirituosen in den USA, zeigte sich aber optimistisch, dass sich die Bedingungen verbessern werden, sobald der Inflationsdruck nachlässt und sich das FTE-Wachstum stabilisiert.

Die Informationen für diesen Bericht stammen aus dem Newsletter Industry News Update-US Spirits von Mark Brown: De-premiumisation Tracker August 2025 - mit freundlicher Genehmigung von Brett Sayles via Canva.com.

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