
Die Welt des Weins zieht seit langem Kenner und Liebhaber gleichermaßen in ihren Bann. Im Mittelpunkt dieses verführerischen Getränks stehen die phenolischen Verbindungen, deren Untersuchung für das Verständnis der Unterschiede zwischen den verschiedenen Weinsorten entscheidend ist. Diese Verbindungen, die für Eigenschaften wie Farbe, Geschmack und Textur verantwortlich sind, bieten einen Einstieg in die Kunst und Wissenschaft der Önologie.
Rote Trauben enthalten eine Vielzahl von phenolischen Verbindungen, die hauptsächlich in zwei Kategorien eingeteilt werden: Nicht-Flavonoide und Flavonoide.
Die Polymerisation dieser Verbindungen beginnt in der Traube selbst und bildet komplexere Strukturen wie Tannine, die für die sensorische Wahrnehmung des Weins von grundlegender Bedeutung sind.
Während des Reifungsprozesses verändern sich die Tannine und Anthocyane in roten Trauben erheblich. Nach der Reifezeit, wenn die Trauben ihre Farbe ändern, beginnen sich diese Verbindungen zu akkumulieren und erreichen ihr Optimum bei der Reife. Danach beginnt ihr Gehalt zu sinken. Interessant ist, dass die Tannine aus den Kernen, obwohl sie in der Reifezeit einen hohen Gehalt erreichen, aufgrund der Verholzung der Kerne schwieriger zu extrahieren sind.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Konzentration der phenolischen Verbindungen in roten Trauben:
Für die Weinherstellung ist es wichtig, die Menge an Tanninen, Anthocyanen und Gesamtpolyphenolen zu kennen. Die Vielfalt der Methoden zur Messung dieser Verbindungen macht es jedoch schwierig, die Ergebnisse verschiedener Weine zu vergleichen. Solange es keine internationale Standardmethode gibt, ist es wichtiger, Trends zu beobachten als absolute Werte.
Im Gegensatz zu roten Trauben enthalten weiße Trauben keine Anthocyane. Bei der Herstellung von Weißwein gibt es keinen oder nur einen begrenzten Kontakt mit den Schalen, so dass die wichtigsten phenolischen Verbindungen die im Fruchtfleisch vorhandenen sind, insbesondere die Nicht-Flavonoide wie die Hydroxyzimtsäuren.
In Weißwein ist es möglich, bestimmte phenolische Parameter zu überwachen, wie z. B. die Messung der Gesamtpolyphenole, die Konzentration der Hydroxyzimtsäuren und die Gesamtkonzentration der Flavonoide.
Diese Analyse der phenolischen Verbindungen in roten und weißen Trauben ermöglicht ein besseres Verständnis der Elemente, die die Persönlichkeit eines jeden Weins ausmachen. Mit diesem Wissen können Winzer und Önologen ihre Techniken verfeinern, um Weine zu erzeugen, die nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch die Essenz ihres Terroirs widerspiegeln.
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