15.09.2025

Einem neuen Bericht von Drinks Ireland zufolge erreichten die irischen Bierexporte im vergangenen Jahr einen Wert von 330 Millionen Euro, doch steht der Sektor aufgrund neuer US-Zölle und anhaltender Handelsunsicherheit vor großen Herausforderungen. Der am Montag veröffentlichte jährliche Biermarktbericht für 2024 zeigt, dass die Bierproduktion in Irland insgesamt um 10,7 % gestiegen ist, was vor allem auf die Exportnachfrage zurückzuführen ist. Der inländische Bierabsatz ging jedoch das zweite Jahr in Folge um 1,6 % zurück, wobei der Pro-Kopf-Verbrauch um 3 % sank.
Drinks Ireland, der Verband der Hersteller und Lieferanten von alkoholischen Getränken, der zu Ibec gehört, berichtete, dass die irischen Bierexporte im Jahr 2024 um 3,8 % gestiegen sind, womit sich die Erholung fortsetzte, die nach der Pandemie im Jahr 2022 eingesetzt hatte. Das Vereinigte Königreich ist nach wie vor der größte Markt für irische Bierexporte, auf den 152 Millionen Euro oder fast die Hälfte der Gesamtausfuhren entfallen. Die Vereinigten Staaten sind mit 62 Millionen Euro (14 %) der zweitgrößte Markt, gefolgt von Frankreich mit 33 Millionen Euro (10 %) sowie Deutschland und Kanada mit jeweils 16 Millionen Euro (4,8 %).
Lagerbier ist nach wie vor die beliebteste Biersorte in Irland. Trotz des Exportwachstums ist das internationale Handelsumfeld für die irischen Brauereien schwieriger geworden. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sind jetzt mit einem Zoll von 15 %, einem schwächeren Dollar und anhaltender Handelsunsicherheit konfrontiert. Cormac Healy, Direktor von Drinks Ireland, erklärte, dass diese Faktoren ein schwieriges Umfeld für Exporteure schaffen, und forderte die irische Regierung und die Europäische Kommission auf, sich weiterhin für die Abschaffung dieser Zölle und die Rückkehr zum Nullzollhandel einzusetzen.
Healy wies auch auf eine weitere Herausforderung hin: neue Zölle auf Stahl und Aluminium, die in Bierdosen verwendet werden. Er drängte ebenfalls auf deren Abschaffung und betonte die Notwendigkeit verstärkter staatlicher Investitionen durch Agenturen wie Bord Bia und Enterprise Ireland, um die Entwicklung neuer Märkte und die Diversifizierung der Exportziele zu unterstützen.
In dem Bericht wird auch ein deutliches Wachstum des Absatzes von alkoholfreiem Bier in Irland festgestellt. Der Absatz von alkoholfreiem Bier stieg um 25 %, während die Produktion bis 2024 um 77 % zunahm. Alkoholfreie Biere machen inzwischen mehr als 2,5 % des gesamten irischen Biermarktes aus - ein Anstieg des Marktanteils um 150 % innerhalb von fünf Jahren. Im Juni meldete Diageo, dass der Absatz von Guinness 0.0 in Bars im vergangenen Jahr um 27 % gestiegen ist, und plant, dass die alkoholfreie Version im nächsten Jahr 12 % der gesamten Stout-Produktion der Dubliner Brauerei ausmachen soll.
Healy sagte, dass die Akzeptanz von alkoholfreien Produkten bei den irischen Verbrauchern zunehme, und bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Innovationen in der Getränkeindustrie seit Jahrzehnten. Er wies darauf hin, dass in der gesamten Europäischen Union inzwischen jedes fünfzehnte konsumierte Bier alkoholfrei ist, und prognostizierte, dass Irland mit entsprechender staatlicher Unterstützung ähnliche Werte erreichen könnte.
Bier ist nach wie vor das beliebteste alkoholische Getränk in Irland und wird im Jahr 2024 einen Anteil von 43,3 % am Alkoholmarkt haben - ein Anstieg von fast einem Prozentpunkt im Vergleich zum letzten Jahr. Der größte Teil des Bierabsatzes - 63,7 % - wird im Gaststättengewerbe wie Pubs, Restaurants und Hotels getätigt.
Irland hat weiterhin einen der höchsten Verbrauchssteuersätze auf Alkohol in Europa, den zweithöchsten nach Finnland. Die Verbrauchsteuereinnahmen auf Bier beliefen sich im vergangenen Jahr auf 397 Millionen Euro, wobei der Sektor in den letzten zehn Jahren über 4,4 Milliarden Euro an Verbrauchsteuereinnahmen beisteuerte. Für jedes in Irland verkaufte Pint Lagerbier fließen 1,70 € in die Staatskasse, wenn man Verbrauchssteuer und Mehrwertsteuer zusammenrechnet.
Der Bericht unterstreicht sowohl die Chancen als auch die Hindernisse, mit denen die irischen Brauereien konfrontiert sind, wenn sie mit den sich ändernden Verbraucherpräferenzen im Inland und den veränderten Handelsbedingungen im Ausland zurechtkommen müssen.
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