Weinbestände in Baden-Württemberg sinken um 4,4 Prozent auf 2,52 Millionen Hektoliter

Damit lagen die Bestände in einer der wichtigsten Weinregionen Deutschlands 5,8 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt

Dienstag, 3. November 2026

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Weinbestände in Baden-Württemberg sinken um 4,4 Prozent auf 2,52 Millionen Hektoliter

Die Weinbestände in Baden-Württemberg beliefen sich zum Ende des Weinwirtschaftsjahres am 31. Juli auf 2,52 Millionen Hektoliter. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag, dem 2. November, mit.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg lag die von Erzeugern und Handel gehaltene Menge rund 115.000 Hektoliter unter dem Vorjahreswert. Das entspricht einem Rückgang um 4,4 Prozent. Auch gegenüber dem längerfristigen Trend fiel der Gesamtbestand niedriger aus. Von 2016 bis 2025 belief sich der durchschnittliche Bestand auf 2,67 Millionen Hektoliter. Damit lag der Wert für 2026 um 155.000 Hektoliter beziehungsweise 5,8 Prozent unter diesem Zehnjahresdurchschnitt.

Die Zahlen geben einen offiziellen Überblick über Angebot und Bestände in einer der wichtigsten Weinregionen Deutschlands. Für Weingüter, Genossenschaften und Einkäufer im Getränkesektor in Südwestdeutschland können sie als Orientierung dienen, um Verfügbarkeit und Beschaffungsbedarf einzuschätzen.

Rotwein machte weiterhin den größeren Teil der Bestände aus. Laut Statistischem Landesamt waren 62,1 Prozent der eingelagerten Weine Rotweine und 37,9 Prozent Weißweine.

Nahezu der gesamte eingelagerte Wein stammte aus der Europäischen Union. EU-Weine machten 99,9 Prozent des Gesamtbestands aus, während Weine aus Nicht-EU-Ländern lediglich 0,1 Prozent stellten. Auf deutschen Wein entfielen allein 92,8 Prozent der Bestände.

Der Großteil der eingelagerten Weine gehörte höheren Qualitätskategorien an. Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung, darunter Qualitäts- und Prädikatsweine, machten 90,4 Prozent des Gesamtbestands aus. Weitere 1,9 Prozent trugen eine geschützte geografische Angabe und waren als Landwein klassifiziert. Der Rest entfiel auf Weine ohne geografische Angabe.

Der größte Teil des eingelagerten Weins befand sich bei den Erzeugern und nicht beim Handel. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lagerten 87,9 Prozent der Gesamtbestände in den Kellern und Lagerräumen von Weinbaubetrieben, Winzergenossenschaften und weinverarbeitenden Unternehmen. Die übrigen 12,1 Prozent entfielen auf Großhändler und Weinhändler.

Die Erhebung wird einmal jährlich durchgeführt und erfasst die Weinbestände zum Ende des Weinwirtschaftsjahres. Die zuständigen Behörden für das Weinregister sammeln die Daten; das Statistische Landesamt wertet sie aus. Erfasst werden Weinbaubetriebe und Genossenschaften sowie Großhandels- und Weinhandelsunternehmen mit Beständen von mindestens 100 Hektolitern.

Baden-Württemberg zählt zu den wichtigsten weinproduzierenden Bundesländern Deutschlands. Die Bestandszahlen werden aufmerksam verfolgt, weil sie zeigen, wie viel Wein nach Abschluss des Vermarktungsjahres noch eingelagert ist. Niedrigere Bestände bestimmen für sich genommen weder Preise noch Absatz, können aber erste Hinweise auf die Versorgungslage für Erzeuger, Vertrieb und Getränkeeinkäufer in der Region geben.

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