Wein- und Traubenmostbestände in Spanien erreichen mit 61,58 Millionen Hektolitern bisherigen Höchststand der Kampagne

Infovi-Daten zufolge lagen die Bestände bei großen Erzeugern und Lagerhaltern um 13,8 % über dem Vorjahresniveau

Dienstag, 3. November 2026

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Wein- und Traubenmostbestände in Spanien erreichen mit 61,58 Millionen Hektolitern bisherigen Höchststand der Kampagne

Die Bestände an spanischem Wein und nicht konzentriertem Traubenmost bei großen Erzeugern und Lagerhaltern stiegen Ende September auf 61,58 Millionen Hektoliter. Das ist der höchste Stand der Kampagne 2026/27 seit ihrem Beginn und ein Plus von 13,8 % gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus Infovi-Daten hervor, über die La Semana Vitivinícola am Montag, dem 2. November, berichtete.

Wie die Publikation mitteilte, belief sich der Zuwachs gegenüber dem gleichen Zeitpunkt der vorangegangenen Kampagne auf 7,47 Millionen Hektoliter. Die Zahlen umfassen große Erzeuger mit einer historischen Weinproduktion von mindestens 1.000 Hektolitern sowie Lagerhalter und spiegeln die Bestände zum Ende des zweiten Monats des neuen spanischen Weinwirtschaftsjahres wider.

Unter Einbeziehung von konzentriertem Most beliefen sich die Gesamtbestände zum 30. September auf 61,82 Millionen Hektoliter. Das entspricht einem Anstieg von 14,25 % gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres, wie aus demselben Bericht hervorgeht.

Die Daten weisen auf ein größeres Volumen an Wein und Most hin, das zu einem frühen Zeitpunkt der Kampagne eingelagert ist – ein Faktor, der die Bedingungen auf dem Getränkemarkt beeinflussen kann. Höhere Bestände können die Verfügbarkeit für den Export verbessern, zugleich aber auch den Lagerbedarf erhöhen und Preisverhandlungen zwischen Erzeugern, Weingütern und Käufern beeinflussen, falls das größere Angebot anhält.

La Semana Vitivinícola zufolge stammen die Zahlen von Infovi, dem spanischen Informationssystem für den Weinmarkt. Der veröffentlichte Auszug enthielt keine detaillierte Aufschlüsselung. Die wichtigsten Zahlen zeigen jedoch, dass die Bestände Ende September einen Höchststand der Kampagne erreichten.

Die Bestände werden im spanischen Weinsektor genau beobachtet, da sie frühzeitig Hinweise auf den Angebotsdruck geben. Steigen die Lagerbestände zu Beginn einer Kampagne, achten Erzeuger und Händler häufig verstärkt auf die Kellerkapazitäten, den Absatz im Inland und den Export sowie das Verhältnis zwischen den Zuflüssen aus der neuen Ernte und den ausgehenden Lieferungen.

Der Anstieg der Bestände an nicht konzentriertem Wein und Most ist besonders relevant, da diese Mengen unmittelbarer mit dem kommerziellen Weinangebot und den Verarbeitungsentscheidungen in den Monaten nach der Ernte zusammenhängen. Ein anhaltender Bestandsaufbau kann Verhandlungen im Ursprungsmarkt belasten, während ein schnellerer Abbau den Druck auf Lagerkapazitäten und Preise mindern kann.

Der veröffentlichte Auszug des Berichts wies nicht auf eine Änderung der Methodik hin. Die Zahlen zum 30. September wurden mit den entsprechenden Werten zum gleichen Zeitpunkt der vorangegangenen Kampagne verglichen.

Spanien zählt zu den größten Weinproduzenten und -exporteuren der Welt. Daher werden die Bestandsbewegungen dort auch außerhalb des heimischen Marktes verfolgt. Größere Lagerbestände können beeinflussen, wann Angebote an internationale Käufer gehen und wie viel Produkt zum Verschneiden, zur Abfüllung oder für die industrielle Nutzung verfügbar ist – je nachdem, wie sich die Nachfrage im Verlauf der Kampagne entwickelt.

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