Umsatz von Bier-, Wein- und Spirituosengeschäften in den USA sinkt im August um 0,5 % auf 5,711 Milliarden Dollar
Daten des Census Bureau zufolge ging der Umsatz im spezialisierten Alkoholhandel gegenüber Juli um 29 Millionen Dollar zurück, nachdem er mehrere Monate kaum verändert gewesen war
Freitag, 16. Oktober 2026

Bier-, Wein- und Spirituosengeschäfte in den USA erzielten im August saisonbereinigt einen Einzelhandelsumsatz von 5,711 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 0,5 % gegenüber Juli, als der Umsatz bei 5,740 Milliarden Dollar lag. Dies geht aus Daten des U.S. Census Bureau hervor, die am Donnerstag über die FRED-Datenbank der Federal Reserve Bank of St. Louis veröffentlicht wurden.
Der Augustwert zeigt einen leichten Rückgang nach einer weitgehend stabilen Phase im spezialisierten Alkoholhandel. Im Juni lag der Umsatz bei 5,743 Milliarden Dollar, im Mai bei 5,710 Milliarden und im April bei 5,703 Milliarden. In absoluten Zahlen war der Augustumsatz 29 Millionen Dollar niedriger als im Juli und 32 Millionen Dollar niedriger als im Juni. Damit lag er weiterhin nahe an den Werten vom Frühjahr.
Die Daten stammen aus der monatlichen Einzelhandelsumfrage des Census Bureau und werden saisonbereinigt in Millionen Dollar ausgewiesen. Die Saisonbereinigung soll übliche Kalendereffekte ausgleichen und einen klareren Blick auf die monatlichen Veränderungen der Ladeneinnahmen ermöglichen. Die Zeitreihe erfasst den Einzelhandelsumsatz von Bier-, Wein- und Spirituosengeschäften in den gesamten USA.
Die Aktualisierung wurde am 15. Oktober veröffentlicht. FRED nennt den 17. November als nächsten Veröffentlichungstermin für die Zeitreihe. Wie andere monatliche Einzelhandelsdaten können auch diese Zahlen nachträglich revidiert werden.
Der Rückgang im August ist nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine starke Veränderung der Alkoholnachfrage. Er zeigt jedoch, dass die Umsätze in Fachgeschäften nach zwei Monaten mit Werten von mindestens 5,740 Milliarden Dollar nachgaben. Die Veröffentlichung enthält keine Aufschlüsselung nach Produktkategorien und erläutert auch nicht die Gründe für die monatliche Veränderung. Auf Grundlage dieser Daten allein lässt sich daher nicht sagen, ob sie auf Veränderungen bei der Kundenfrequenz, den Preisen, dem Produktsortiment oder dem Wettbewerb durch andere Einzelhandelskanäle zurückzuführen war.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Bier, Wein und Spirituosen werden je nach Bundesstaat auch in Supermärkten, Großhandelsmärkten, Convenience Stores und anderen Geschäften verkauft. Die Zeitreihe des Census Bureau erfasst einen bestimmten Marktbereich: Geschäfte, deren Hauptgeschäft der Verkauf alkoholischer Getränke ist. Sie sollte daher als Maß für die Entwicklung in diesem Fachhandelskanal verstanden werden und nicht als vollständiges Bild des gesamten US-amerikanischen Alkoholabsatzes.
Dennoch wird der monatliche Wert in der Getränkebranche genau beobachtet. Brauereien, Weingüter, Brennereien, Importeure, Vertriebshändler und Einzelhändler können ihn als offiziellen Richtwert für die Entwicklung eines wichtigen US-Vertriebskanals heranziehen. Ein schwächerer Monat im Fachhandel kann kurzfristige Absatzprognosen, Einkaufsplanungen und Lagerentscheidungen beeinflussen – insbesondere bei Unternehmen, die stark von unabhängigen Spirituosenläden und Getränkefachmarktketten abhängig sind.
Das jüngste Muster deutet auf einen nominal relativ stabilen Markt mit geringen monatlichen Schwankungen hin. Von April bis August betrug die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert der in der jüngsten Veröffentlichung ausgewiesenen Zeitreihe 40 Millionen Dollar. Der Augustwert liegt knapp über den Werten für Mai und April. Das spricht dafür, dass sich der Kanal in diesem Zeitraum in keine der beiden Richtungen deutlich bewegt hat.
Da die Daten saisonbereinigt und in laufenden Dollar ausgewiesen werden, unterscheiden sie nicht zwischen Veränderungen der Absatzmengen und Preisänderungen. Ein gleichbleibender oder leicht rückläufiger Umsatz kann auf weniger verkaufte Einheiten, niedrigere Durchschnittspreise, eine veränderte Produktzusammensetzung oder eine Kombination dieser Faktoren zurückgehen. Um festzustellen, welche dieser Einflüsse im August die größte Rolle spielten, wären detailliertere Branchen- oder Unternehmensdaten erforderlich.
Die jüngste Aktualisierung des Census Bureau zeigt, dass der Einzelhandelsumsatz von Bier-, Wein- und Spirituosengeschäften in den USA im August leicht zurückging, nachdem er mehrere Monate in einer ähnlichen Größenordnung gelegen hatte. Damit lag der spezialisierte Alkoholhandel zu Beginn des Herbstes knapp unter seinem Niveau vom Frühsommer.