06.05.2026

Arizonaer Winzer beginnen, künstliche Intelligenz auf praktische, konkrete und in manchen Fällen überraschend alltägliche Weise einzusetzen – vom Sortieren von E-Mails und dem Verfassen von Verkostungsnotizen bis hin zur Bestandsverfolgung und der Suche nach schwer zu beschaffenden Ersatzteilen für Geräte.
Der Wandel vollzieht sich, während die Weinbranche im Bundesstaat mit denselben Belastungen konfrontiert ist wie andere kleine Unternehmen: steigende Kosten, Arbeitskräftemangel, komplexe Dokumentationspflichten und der Druck, bei Marketing und Betrieb schneller zu werden. Für einige Produzenten wird KI zu einem Werkzeug, das ihnen im Keller und im Büro Zeit spart. Für andere ist sie noch etwas, das sie vorsichtig testen.
Bei Los Milics sagte Inhaber Pavle Milic, er nutze die Cowork-Funktion von Claude, um Nachrichten von Managern in einem Dokument zusammenzuführen, das sich leichter lesen lasse. Außerdem verwende er im Keller Sprachbefehle, um mathematische Umrechnungen direkt vor Ort zu erledigen. Seine Erfahrung spiegelt ein breiteres Muster unter Arizonaer Winzern wider, die KI für Routineaufgaben einsetzen wollen, statt menschliches Urteilsvermögen bei der Weinbereitung zu ersetzen.
Timo Geiss, Inhaber und Winzer bei Cactus Cru, sagte, er nutze KI seit etwa vier Monaten, um die Abläufe im Weingut in Arizona zu straffen. Zunächst habe er einen OpenAI-Agenten verwendet und später zu Claude gewechselt, um ein maßgeschneidertes Customer-Relationship-Management-System aufzubauen. Das Programm verfolgt Verkäufe, Steuern, Lagerbestände und Kundendaten an einem Ort. Für ein kleines Weingut kann ein solches System die Zeit verringern, die zwischen Tabellenkalkulationen und getrennten Datenbanken verloren geht.
Todd Bostock, Inhaber und Weinbauer bei Dos Cabezas WineWorks, sagte, er habe KI genutzt, um schwer auffindbare Teile für Abfüllanlagen zu lokalisieren. In seinem Fall könne ein hochgeladenes Foto helfen, ein benötigtes Bauteil schneller zu identifizieren als eine manuelle Suche in Katalogen oder Lieferantenlisten. Diese Nutzung zeigt, wie KI über die Texterzeugung hinaus in die Problemlösung für physische Abläufe vordringt.
Andere Winzer testen die Technologie noch. Tiffany Mencacci, Winzerin bei Cove Mesa, sagte, sie habe erst vor Kurzem begonnen, KI zu nutzen, wolle sich aber während der kommenden Lese intensiver damit befassen. Sie wolle sie einsetzen, um Geschmacksprofile von Jahrgang zu Jahrgang zu vergleichen und möglicherweise die Hefeselektion auf Grundlage des aromatischen Profils zu steuern, das sie in einem Wein anstrebt.
Jason McCluskey, Winzer bei Arizona Stronghold Vineyards, sagte, er sei kein intensiver KI-Nutzer und beschrieb sich selbst als Old-School-Typ. Dennoch habe ihm die Technologie geholfen, Verkostungsnotizen zu schreiben, wenn er nach dem Abfüllen müde sei und eine andere Möglichkeit brauche, einen Wein zu beschreiben, ohne immer wieder dieselben Worte zu verwenden.
Für Kent Callaghan, Inhaber und Weinbauer bei Callaghan Vineyards, ist KI vor allem für Ideen in Werbung und Marketing nützlich. James Callahan, Inhaber und Weinbauer bei Rune Wines, sagte, er nutze sie als Recherche- und Zusammenstellungstool für Fragen rund um Weinberg, Weingut und Geschäftsbetrieb, deren Lösung sonst erheblich Zeit kosten würde.
Die Einführung von KI im Weinbau in Arizona erfolgt vor dem Hintergrund der Suche der Produzenten nach Werkzeugen, die sowohl den geschäftlichen Teil der Weinbereitung als auch die kreative Arbeit dahinter unterstützen können. In vielen Fällen wird die Technologie nicht eingesetzt, um eigenständig Entscheidungen zu treffen, sondern um Aufgaben zu beschleunigen, für die früher stundenlange manuelle Arbeit nötig war.
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