04.05.2026

Britische Exporte in die Vereinigten Staaten sind nach der Verhängung von Zöllen durch Präsident Donald Trump deutlich zurückgegangen, wie am Freitag veröffentlichte offizielle Daten zeigen – obwohl Washington zugleich den Druck auf eine der bekanntesten Branchen Schottlands verringerte, indem es die Einfuhrzölle auf Scotch Whisky abschaffte.
Das Office for National Statistics teilte mit, die Exporte in die Vereinigten Staaten seien seit Beginn von Trumps umfassender Zollkampagne im April vergangenen Jahres „relativ niedrig geblieben“. Der Wert britischer Warenlieferungen in die USA sank im April 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 800 Millionen Pfund beziehungsweise rund 14 %, erklärte die Behörde.
Der Rückgang erfolgte trotz eines im vergangenen Jahr zwischen London und Washington geschlossenen Handelsabkommens, das die US-Zölle auf die meisten britischen Industrieprodukte, darunter Autos, auf 10 % begrenzte. Nach Angaben des ONS waren Autoexporte weiterhin ein wesentlicher Faktor für den Gesamtrückgang; die Lieferungen seien „trotz dieser Zollsenkung unter dem Niveau vor den Zöllen geblieben…“. Auch ein Cyberangriff auf Jaguar Land Rover im September belastete die Exporte, so die Behörde.
Auch die Pharmaexporte gingen zurück; laut ONS könnte dies mit den US-Bemühungen zusammenhängen, die heimische Arzneimittelproduktion auszuweiten.
Trump kündigte am Donnerstag an, die Zölle auf schottischen Whisky aufzuheben, und verschaffte damit einer Branche Erleichterung, die unter den Handelsspannungen gelitten hat. Der Schritt erfolgte, als König Charles III. und Königin Camilla ihren Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten abschlossen.
„Die Brennereien können in einer Phase erheblichen Drucks auf den Sektor etwas aufatmen“, sagte Mark Kent, Geschäftsführer der Scotch Whisky Association.
Die Vereinigten Staaten bleiben der größte Exportmarkt für Scotch Whisky mit einem Jahreswert von rund 1,2 Milliarden Dollar. Luke Tegner, Leiter Beratung beim Datenanbieter IWSR, sagte jedoch, die Aufhebung der Zölle werde nicht alle Probleme der Branche lösen. „Die Abschaffung der Zölle ist für die Branche zweifellos eine gute Nachricht, aber der Scotch-Konsum in den USA geht seit mehreren Jahrzehnten langsam zurück“, sagte er AFP.
Hinzu kämen weitere langfristige Belastungen, die Produzenten über die Handelspolitik hinaus träfen.
Trotz des Exportrückgangs blieb die Vereinigten Staaten laut ONS Britanniens größter Warenexportpartner.
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