29.04.2026

Henkell Freixenet teilte mit, dass das Unternehmen auf schneller wachsende Segmente des Schaumweinmarkts setzt, darunter Prosecco, Crémant und alkoholfreie Getränke, um einen schwachen Weltmarkt auszugleichen und das Wachstum nach einem Umsatzplus von nur 0,5 % im Jahr 2025 wieder anzuschieben.
Das in Deutschland ansässige Getränkeunternehmen meldete für das vergangene Jahr einen Umsatz von 1,25 Milliarden Euro beziehungsweise rund 1,46 Milliarden US-Dollar und bezeichnete das Ergebnis angesichts eines weiter schrumpfenden Marktes als stabil. Die ersten Monate des Jahres 2026 seien ebenfalls schwierig verlaufen, hieß es weiter, und auch das laufende Jahr „wird anspruchsvoll bleiben“.
Andreas Brokemper, der Vorstandsvorsitzende, erklärte in einer Mitteilung, der weltweite Markt für Schaumwein und Wein sei 2025 zurückgegangen, mehrere Teilsegmente hätten jedoch zugelegt, darunter Prosecco, Crémant, alkoholfreie Schaumweine und Aperitifs. Das Unternehmen habe seine Kernmarken gestärkt und neue Produkte eingeführt, insbesondere bei alkoholfreien Schaumweinen, was geholfen habe, Marktanteile zu gewinnen.
Henkell Freixenet gehört zur Oetker-Gruppe, dem familiengeführten deutschen Konzern, zu dessen Beteiligungen auch Luxushotels wie Le Bristol Paris, Hotel du Cap-Eden-Roc und The Lanesborough in London zählen. Das Getränkeunternehmen teilte mit, seine größte Marke Freixenet sei im vergangenen Jahr um 4 % zurückgegangen, vor allem wegen der Schwäche bei Cava, dem spanischen Schaumwein aus traditioneller Flaschengärung.
Das Unternehmen erklärte, Dürrebedingungen in Spaniens Region Penedès hätten die Cava-Produktion belastet. Zudem verwies es auf Zölle in den Vereinigten Staaten als weiteren Belastungsfaktor für das Geschäft. Gleichzeitig sei der Regen in die Region zurückgekehrt; Henkell Freixenet sagte, die Bedingungen für die Ernte 2026 sähen günstig aus, auch wenn sie weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt lägen.
Das Unternehmen bemüht sich zudem um eine breitere geografische Aufstellung. Im vergangenen Jahr eröffnete es Tochtergesellschaften in Argentinien, Kroatien und Irland. Der Umsatz konzentriert sich weiterhin auf Westeuropa mit 32 %, gefolgt von den deutschsprachigen Märkten mit 27 %, Nord- und Südamerika mit 21 % sowie Osteuropa mit 18 %. Auf den Asien-Pazifik-Raum und andere Regionen entfallen 2 %.
Einer der klarsten Lichtblicke ist Mionetto, die Prosecco-Marke von Henkell Freixenet. Brokemper sagte, sie sei im vergangenen Jahr schneller gewachsen als der breitere Prosecco-Markt; auch die Aperitivo-Erweiterung habe sich gut entwickelt. Das Unternehmen teilte mit, Mionetto Aperitivo sei in den vergangenen zwei Jahren in mehr als 15 Ländern eingeführt worden.
Crémant ist ein weiterer Schwerpunkt. Henkell Freixenet sagte, die weltweiten Verkäufe in dieser Kategorie seien 2025 um 7,5 % gestiegen; die eigene Crémant-Marke Gratien Meyer habe um 14 % zugelegt, gestützt von der Nachfrage in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Das Unternehmen hat Gratien Meyer kürzlich neu positioniert, um die Marke stärker zu profilieren.
Alkoholfreie Getränke werden zu einem immer wichtigeren Teil der Strategie. Henkell Freixenet sagte, sein Portfolio an Produkten ohne oder mit wenig Alkohol sei im vergangenen Jahr in allen Regionen um 18 % gewachsen. Das Unternehmen begann vor zwei Jahren mit der Einführung dieser Produkte über Mionetto und ergänzte später Freixenet Cordon Negro 0.0 %. Brokemper sagte, die Kategorie sei längst kein Nischentrend mehr und werde neben alkoholhaltigen Produkten eine wichtige Rolle spielen.
In den Vereinigten Staaten, Henkell Freixenets zweitgrößtem Markt, hat das Unternehmen sein Geschäft durch eine Partnerschaft mit Korbel ausgebaut. Seit dem 1. Juli 2025 übernimmt es den weltweiten Vertrieb sowie Marketing und Distribution von Korbel. Brokemper sagte, der Konsum in den USA dürfte wegen der Zollpolitik und höherer Preise gedämpft bleiben; zugleich verfüge das Unternehmen dort mit Mionetto, Freixenet, Segura Viudas und Korbel über ein starkes Portfolio.
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