29.04.2026

Der französische Wein bekam 2025 einen doppelten Schlag ab: eine weitere schwache Ernte und einen deutlichen Exportrückgang, teilte das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch unter Verweis auf schlechtes Wetter und die Auswirkungen der US-Zölle mit.
Die Weinproduktion in Frankreich wird für 2025 auf 34,4 Millionen Hektoliter geschätzt und liegt damit unter den 36,2 Millionen Hektolitern von 2024, das bereits als schwaches Jahr galt, wie das Statistikamt des Ministeriums mitteilte. Nach Angaben der Behörde spiegelte der Rückgang ungünstige Witterungsbedingungen einschließlich einer Hitzewelle im August sowie eine Verringerung der Rebfläche im Rahmen eines staatlichen Ausreißprogramms wider, das der Branche aus der Krise helfen soll.
Gleichzeitig gingen die französischen Weinexporte ohne Spirituosen zwischen August und Dezember 2025 deutlich zurück und sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mengenmäßig um 4 % und wertmäßig um 10 %. Die Vereinigten Staaten, der größte Markt für französischen Wein, verzeichneten bei Appellationsweinen ein Minus von 29 % nach Volumen und 46 % nach Wert, wie die Analyse von Zolldaten durch das Ministerium ergab.
Das Ministerium führte einen Großteil dieses Rückgangs auf die von Präsident Donald Trump ab August verhängten Zölle zurück, darunter einen Mindestzoll von 15 %, sowie auf einen schwächeren Dollar gegenüber dem Euro, wodurch europäische Produkte im Berichtszeitraum auf dem US-Markt rund 10 % teurer wurden.
Auch Asien zeigte Schwäche. Der Exportwert sank nach China um 13 % und nach Japan um 12 %. Über alle Märkte hinweg erreichten die Champagnerexporte im vom Ministerium untersuchten Zeitraum den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren.
Cognac setzte seinen seit 2020 anhaltenden Rückgang fort; die Exportmengen lagen von August bis Dezember 2025 um 20 % unter denen derselben Monate des Jahres 2024. Ausschlaggebend waren sowohl US-Zölle als auch eine 2024 eingeführte chinesische Steuer auf Eaux-de-vie.
Wein bleibt nach Luft- und Raumfahrt sowie Kosmetik Frankreichs drittgrößter Exportsektor. Im Inland setzte sich auch der Konsumrückgang fort: Von Januar bis November 2025 sank er in Supermärkten und anderen großen Einzelhandelsgeschäften ohne Schaumwein im Jahresvergleich um 4 %.
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