28.04.2026

Die Bulk-Weinverkäufe im pazifischen Nordwesten ziehen nach mehreren Jahren schwacher Nachfrage wieder an – ein Zeichen dafür, dass einige Käufer bei weiterhin ungewöhnlich niedrigen Preisen für unfertigen Wein in den Markt zurückkehren.
Adam Schulz, Inhaber der Incredible Bulk Wine Company in Pasco im US-Bundesstaat Washington, sagte, er habe seit Beginn des Jahres 2026 eine Art „Mini-Rally“ beobachtet; in der ersten Januarwoche seien mehr Verträge unterzeichnet worden als in weiten Teilen der beiden vorangegangenen Winter. Das Geschäft sei 2024 so schleppend gewesen, dass sich sein Büro leer angefühlt habe.
Der Aufschwung wird durch Schnäppchenpreise in wichtigen Weinkategorien getragen. Schulz nannte Napa Valley Cabernet Sauvignon zu 15 Dollar pro Gallone, Willamette Valley Pinot Noir zu 11 Dollar pro Gallone und Washington Cabernet zu 5 Dollar pro Gallone. Auf diesem Niveau, so sagte er, sehen Käufer, die Wein schnell absetzen können, die Chance, Kosten zu senken und den Cashflow zu verbessern.
Die Käufer, die bislang zurückkehren, seien zwar noch eine begrenzte Gruppe, sagte Schulz, doch dazu gehörten sowohl große Unternehmen als auch kleinere Betriebe. Er habe zuletzt mehr Käufe von kleinen und mittelgroßen Mengen gesehen, oft im Bereich von 600 bis 1.000 Gallonen, nachdem zuvor meist großvolumige Transaktionen mit geringem Dollarwert dominiert hätten. Zudem hätten einige Kunden, die bereits Anfang dieses Jahres Washingtoner Weine gekauft hatten, erneut zugekauft – und zwar schneller als 2022 und 2023.
Trotz des Anziehens der Verkäufe bleibt der Markt durch ein Überangebot unter Druck. Bulk-Weinproduzenten sitzen weiterhin auf Lagerbeständen, deren Lagerung Geld kostet, und die niedrigen Preise belasten nach wie vor Produktionsentscheidungen und die Nachfrage nach Trauben. Schulz sagte, das aktuelle Preisumfeld mache es für Weingüter mit laufenden Programmen schwer zu rechtfertigen, ihren eigenen Wein zu erzeugen, wenn sie Bulk-Wein günstiger kaufen könnten als ihn selbst zu produzieren.
Ein Teil des Rückstaus müsse über Verkäufe abgebaut werden, ein anderer über geringere Produktion. Von den großen Bulk-Weinproduzenten in Washington und Oregon wird erwartet, dass sie 2026 deutlich weniger Wein herstellen; das könnte das Angebot letztlich verknappen. Sollte das eintreten, könnten laut Schulz die Traubenkäufer 2027 zurückkehren – eine Entwicklung, die er als Zeichen eines gesünderen Marktes in der Weinbranche der Region bezeichnete.
Vorerst habe der jüngste Anstieg der Käufe einem Sektor ein Stück Optimismus zurückgegeben, der in den vergangenen Jahren größtenteils darauf gewartet habe, dass die Nachfrage wieder anzieht.
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