22.04.2026

BolognaFiere und Slow Food bringen die Slow Wine Fair und SANA Food in dieser Woche nach London, während italienische Wein- und Lebensmittelproduzenten angesichts des wachsenden Handelsdrucks durch US-Zölle nach neuen Exportmärkten suchen.
Am 26. und 27. April präsentieren die beiden Organisationen bei Wines Experience London im Excel London einen Produzentenverbund sowie zwei Masterclasses, um italienische Agrar- und Lebensmittelprodukte zu fördern, die auf Qualität, Nachhaltigkeit und rückverfolgbaren Lieferketten basieren. Der Schritt folgt auf die Februar-Ausgaben von Slow Wine Fair und SANA Food in Bologna, die nach Angaben von BolognaFiere mehr als 16.000 Besucher aus dem Horeca-Sektor und 350 strategische Einkäufer aus 32 Ländern anzogen.
Die Veranstaltung in London ist die erste Station eines neuen B2B-Netzwerks, das von United Experience gemeinsam mit Fiere Italiane SEA und BolognaFiere entwickelt wurde. Nach Angaben der Organisatoren soll das Format Wein- und Lebensmittelproduzenten helfen, strategische Märkte mit hohem Wachstumspotenzial zu erreichen. Nach London ist der nächste Termin des Netzwerks für den 25. und 26. Juni in Ho-Chi-Minh-Stadt sowie für den 5. und 6. November in Mexiko-Stadt geplant.
Der Zeitpunkt spiegelt eine breitere Sorge im italienischen Exportsektor wider. Da Zölle in den Vereinigten Staaten Unternehmen zwingen, ihre Vertriebskanäle neu zu überdenken, drängen Branchenverbände und Messeveranstalter verstärkt auf andere internationale Märkte. BolognaFiere erklärte, Wines Experience sei darauf ausgelegt, Produzenten direkt mit qualifizierten Käufern zu verbinden und schneller kommerzielle Chancen zu schaffen.
Die Slow Wine Fair bringt 20 Produzenten nach London, darunter 17 Weingüter und zwei Spirituosenhersteller aus 11 italienischen Regionen sowie ein ungarisches Weingut. Die Auswahl umfasst Produzenten aus Abruzzen, Emilia-Romagna, Ligurien, Lombardei, Marken, Piemont, Apulien, Sizilien, Toskana, Trentino-Südtirol und Venetien. Die Messe entstand aus einer Idee von Slow Food und hat sich an der Philosophie der Gruppe von „gut, sauber und fair“ für Wein orientiert.
Um die Präsentation für britische Käufer und Fachbesucher zu vertiefen, organisieren Slow Wine Fair und SANA Food zudem zwei Masterclasses mit Slow Food. Jonathan Gebser, stellvertretender Kurator des Slow-Wine-Führers, wird die Verkostungen leiten.
Die erste Session mit dem Titel „Good, Clean and Fair Wine: Understanding the Criteria for Choice“ findet am Sonntag um 14 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Nachhaltigkeit praktisch bewerten lässt – anhand von Kriterien, die entlang der gesamten Lieferkette vom Weinberg bis zum Keller überprüfbar sind. Verkostet werden Weine aus dem Kollektiv der Slow Wine Fair sowie Backwaren von SANA Food, hergestellt von La Deliziosa Pasticceria di Mastro Cesare in Borgomanero bei Novara.
Für diese Verkostung sind folgende Weine vorgesehen: Il Poggio di Gavis Gavi del Comune di Gavi Rovereto Etichetta Nera 2024 aus Alessandria; Rabels Soffio 2020 aus Santo Stefano Roero in Cuneo; Faraone Vinis Cerasuolo d’Abruzzo Le Vigne 2025 aus Giulianova in Teramo; Tröpfltalhofs RosèMarie 2023 aus Kaltern in Bozen; Tenuta Santa Caterinas Grignolino d’Asti Arlandino 2024 aus Grazzano Badoglio in Asti; Cascina Cortes Dogliani San Luigi 2022 aus Dogliani in Cuneo; Anna Maria Abbona’s Dogliani Superiore San Bernardo 2017 aus Farigliano in Cuneo; sowie Fabrizio Dionisios Syrah Cortona Il Castagno 2022 aus Cortona in Arezzo.
Die zweite Masterclass mit dem Titel „The Language of Wine to Share the Memory of Food“ findet am Montag um 13 Uhr statt. Sie befasst sich damit, wie Wein in unterschiedlichen kulturellen Kontexten als soziales Bindeglied wirkt und wie er nicht nur als technisches Produkt, sondern auch als Teil einer Mahlzeit verstanden werden kann. Zu den Weinen werden italienische Käsesorten und weitere Lebensmittel gereicht, geliefert von Gastronomica Market, einem Einkäufer am Borough Market in London.
Dabei handelt es sich um PrimaLuces Toscana Trebbiano Toscano Punto Luce 2024 aus San Gimignano in Siena; Vigna della Cavas Marche Rosato Flo’ 2024 aus Ancona; Venturini Baldis Reggiano Lambrusco Frizzante Marchese Manodori 2024 aus Quattro Castella in Reggio Emilia; Tiziano Bellinis Giorgio 2021 aus Viadana in Mantua; Tenuta Patruno Perniolas Puglia Primitivo Lenos 2024 aus Gioia del Colle in Bari; Agricola Arzillas Marche Rosso Arzillo 2023 aus Fano in Pesaro e Urbino; Tenuta il Quintos Morellino di Scansano Ficaie 2024 aus Magliano in Toscana in Grosseto; sowie Lidia & Amatos Montepulciano d’Abruzzo Colline Teramane Riserva 2018 aus Controguerra in Teramo.
Rossano Bozzi, Direktor der Geschäftseinheit von BolognaFiere, sagte, die Präsenz von 350 strategischen Einkäufern aus 32 Ländern auf der Februar-Messe zeige, dass sich Slow Wine Fair und SANA Food zu wichtigen Plattformen für italienischen Wein und Spezialitätenlebensmittel im Ausland entwickelt hätten. Federico Varazi, Vizepräsident von Slow Food Italia, sagte, immer mehr Verbraucher wählten Wein nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen der Werte dahinter; zugleich sei eine strenge Auswahl der Produzenten nötig, um echte Nachhaltigkeit von bloßen Marketingbehauptungen zu unterscheiden.
Slow Wine Fair und SANA Food sollen vom 21. bis 23. Februar 2027 zur dritten gemeinsamen Ausgabe wieder auf die BolognaFiere zurückkehren.
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