23.04.2026

Ein britischer Staatsbürger ist am Dienstag vor einem Bundesgericht in Brooklyn zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er an einem Fine-Wine-Anlagebetrug in Höhe von 97 Millionen Dollar beteiligt war, durch den nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 140 Opfer in den USA und im Ausland getäuscht wurden.
Der Angeklagte James Wellesley, der auch die Namen Andrew Fuller und Andrew Templar verwendete, wurde wegen Verschwörung zum Wire Fraud verurteilt, nachdem die Behörden erklärt hatten, er habe sich als Führungskraft bei Bordeaux Cellars ausgegeben und das Unternehmen genutzt, um zwischen Juni 2017 und Februar 2019 Geld von Investoren einzuwerben. Wellesley und ein Mitverschwörer, Stephen Burton, hätten Anlegern gesagt, Bordeaux Cellars vermittle Kredite zwischen wohlhabenden Weinsammlern und externen Geldgebern; die Darlehen seien angeblich durch wertvolle Weinsammlungen besichert, die das Unternehmen verwahre. Diese Angaben seien falsch gewesen, so die Staatsanwaltschaft.
Die US-Bundesrichterin Pamela K. Chen verhängte das Strafmaß in Brooklyn und ordnete an, dass Wellesley 1 Million Dollar einziehen lassen muss. Über eine Entschädigung wird später entschieden. Burton bekannte sich im Juli 2025 der Verschwörung zum Wire Fraud und der Geldwäscheverschwörung schuldig und wartet auf seine Verurteilung.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zog das System Investoren auf Konferenzen in den USA und im Ausland an. Das Duo versprach regelmäßige Zinszahlungen und erklärte, die Kredite seien vollständig durch Weinvermögen besichert. Tatsächlich habe es hinter den Transaktionen keine echten Weinsammler gegeben, und Bordeaux Cellars habe den Wein nicht besessen, den es angeblich kontrollierte, so die Anklage. Geld neuer Investoren sei verwendet worden, um frühere Anleger auszuzahlen; zudem seien einige Mittel für private Zwecke abgezweigt worden.
Die Behörden sagten, das System sei nach dem Muster eines Ponzi-Schemas aufgebaut gewesen. Anleger erhielten von Juni 2017 bis Dezember 2018 Zahlungen, die wie Zinsen wirkten; das habe viele von ihnen dazu veranlasst, ihr Geld in neue Kredite zu rollen. Von den mehr als 97 Millionen Dollar, die eingesammelt wurden, seien nur rund 14 Millionen Dollar zurückgezahlt worden, bevor das System zusammenbrach und Verluste von mehr als 83 Millionen Dollar hinterließ.
US-Staatsanwalt Joseph Nocella Jr. sagte, Wellesley habe „Anleger auf der ganzen Welt ausgenommen“, indem er sie mit Lügen dazu gebracht habe, Dutzende Millionen Dollar zu investieren. James C. Barnacle Jr., stellvertretender Direktor der FBI-Niederlassung in New York, sagte, Wellesley habe „nahezu 100 Millionen Dollar erschwindelt“, indem er sich als Executive Broker für Fine-Wine-Sammlungen ausgegeben habe; zugleich habe er das Vertrauen in eine prestigeträchtige Branche beschädigt.
Der Fall wurde von der Business and Securities Fraud Section der United States Attorney’s Office for the Eastern District of New York bearbeitet.
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