Italien legt 98-Millionen-Euro-Fonds zur Förderung von Weinausfuhren auf

Die Ausschreibung für 2026/2027 gibt Weingütern mehr Flexibilität bei der Planung von Marketingmaßnahmen im Ausland in einem volatilen globalen Handelsumfeld

22.04.2026

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Italy Unveils €98 Million Wine Export Promotion Fund

Die italienische Weinbranche hat eine neue staatliche Ausschreibung für internationale Fördermittel für die Kampagne 2026/2027 begrüßt und betont, dass die Maßnahme den Erzeugern mehr Spielraum bei der Planung von Exporten und Marketingkampagnen in einer Phase des Drucks im Welthandel verschafft.

Die vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten veröffentlichte Ankündigung stellt mehr als 98 Millionen Euro für OCM Promozione bereit, das Unterstützungsprogramm der Europäischen Union, mit dem Weinunternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte im Ausland geholfen wird. Die Mittel werden auf nationale Programme, regionale Ausschreibungen und multiregionale Initiativen verteilt.

Branchenverbände wie Alleanza Cooperative Agroalimentari, Assoenologi, Cia-Agricoltori Italiani, Coldiretti, Confagricoltura, Copagri, Federdoc, Federvini, FIVI und Unione Italiana Vini erklärten ihre Unterstützung für die neue Ausschreibung und verwiesen auf mehrere Änderungen, die sie für Weingüter unterschiedlicher Größe als wichtig ansehen.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört eine größere operative Flexibilität, die es ermöglicht, Förderprojekte leichter an die Bedingungen in einzelnen Auslandsmärkten anzupassen. Zudem hat das Ministerium die Referenzkosten für strategische Märkte aktualisiert – eine Änderung, die die Ausgaberegeln stärker an die aktuellen kommerziellen Realitäten anpassen soll.

Die Verbände lobten außerdem den Ausbau digitaler Werkzeuge für das Antragsmanagement. Das Online-System zur Bearbeitung der Anträge wird um weitere Funktionen erweitert, mit dem Ziel, den Zugang zu Fördermitteln zu vereinfachen und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu verringern. Eine weitere Änderung erlaubt es den Regionen, die Mindestschwelle für den Projektzugang für kleine Erzeuger zu senken – ein Schritt, der kleineren Weingütern die Teilnahme an Förderprogrammen erleichtern könnte.

Die Organisationen begrüßten zudem die frühere Veröffentlichung der Ausschreibung. Ihrer Ansicht nach sollte die frühere Bekanntgabe den Akteuren mehr Zeit geben, Werbemaßnahmen zu organisieren und Exportpläne in einem Marktumfeld aufzubauen, das sie als komplex und schnelllebig beschrieben.

Für Italiens Weinsektor, der stark von Auslandsverkäufen und Markenpräsenz im Ausland abhängt, können Zeitpunkt und Struktur öffentlicher Unterstützung darüber entscheiden, wie Produzenten in Märkten von Nordamerika bis Asien konkurrieren. Von der neuen Ausschreibung wird erwartet, dass sie beeinflusst, wie Weingüter Marketingkampagnen vorbereiten, Partner auswählen und Ressourcen in den kommenden zwei Jahren einsetzen.

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