Amerikaner verlagern ihre Getränkewahl in Richtung Gesundheit und digitale Entdeckung, so das Ergebnis einer Umfrage

Mehr als die Hälfte der US-Konsumenten legen Wert auf Wellness und nutzen Online-Tools, um Getränke auszuwählen, wobei die Generation Z den Trend anführt

10.03.2026

Teilen

Americans Shift Beverage Choices Toward Health and Digital Discovery, Survey Finds

Eine neue Umfrage der EY-Organisation zeigt, dass gesundheitliche Bedenken, digitales Engagement und Generationswechsel die Art und Weise verändern, wie Amerikaner Getränke auswählen und konsumieren. Die Consumer Beverage Survey, an der mehr als 2.500 Erwachsene in den USA und Brasilien teilnahmen, zeigt, dass Wellness und Technologie bei Getränkeentscheidungen immer wichtiger werden.

Der Umfrage zufolge achten 58 % der US-Verbraucher inzwischen sehr genau auf die Inhaltsstoffe ihrer Getränke. Mehr als die Hälfte - 52 % - sind bereit, für Getränke, die ihre Gesundheits- und Wellness-Ziele unterstützen, mehr zu bezahlen. Der Zuckergehalt ist nach wie vor ein wichtiger Faktor: 66 % der Befragten entscheiden sich für zucker- oder kalorienreduzierte Varianten. Diese Trends spiegeln eine breitere Bewegung in Richtung eines bewussten Konsums wider, da die Menschen nach Getränken suchen, die über eine einfache Flüssigkeitszufuhr hinaus funktionale Vorteile bieten.

Die Studie zeigt auch, dass digitale Tools eine immer größere Rolle dabei spielen, wie Verbraucher Getränke entdecken und auswählen. In den USA nutzen 19 % der Befragten Online-Einkaufsempfehlungen, um neue Getränke zu finden, während 17 % auf Fitness- und Gesundheits-Apps und 16 % auf Treue-Apps zurückgreifen. Die jüngeren Generationen führen diesen Wandel an: 26 % der Befragten der Generation Z berichten von einer höheren digitalen Nutzung im Vergleich zu anderen Altersgruppen.

Künstliche Intelligenz beginnt auch, die Wahl von Getränken zu beeinflussen. In Brasilien nutzten 45 % der Verbraucher im vergangenen Jahr KI-basierte Empfehlungen für Getränke, verglichen mit 27 % in den USA. 70 % der brasilianischen Befragten gaben an, dass sie im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich KI für Getränkeempfehlungen nutzen werden, wobei Millennials die größte Begeisterung zeigen.

Die Unterschiede zwischen den Generationen prägen auch die Getränkekultur in beiden Ländern. In den USA bleibt der soziale Druck, Alkohol zu trinken, für 20 % der Befragten bestehen, aber funktionelle Getränke sind auf dem Vormarsch. Unter der Generation Z und den Millennials geben 80 % bzw. 75 % an, mindestens alle zwei Wochen alkoholische Getränke zu trinken, verglichen mit 65 % insgesamt. In Brasilien ist der Alkoholkonsum insgesamt hoch (57 %), aber nur 47 % der Generation Z trinken mindestens alle zwei Wochen Alkohol - ein Zeichen für eine veränderte Einstellung zu Mäßigung und alternativen Getränken.

Energy-Drinks verdeutlichen eine weitere Kluft zwischen den Generationen in den USA. Mehr als die Hälfte der Generation Z (53 %) und fast die Hälfte der Millennials (47 %) konsumieren mindestens alle zwei Wochen Energy-Drinks, verglichen mit nur 34 % insgesamt.

Branchenführer sagen, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass sich die Getränkehersteller schnell anpassen müssen. Sean Harapko, EY Americas Beverage Leader, stellt fest, dass die Verbraucher immer wählerischer und informierter sind, was sie trinken. Rob Holston, EY Global and Americas Consumer Products Sector Leader, fügt hinzu, dass Wellness heute eher eine Grunderwartung als ein Nischenmarkt ist.

Die Umfrage wurde zwischen dem 20. November und dem 11. Dezember 2025 online durchgeführt. Sie umfasste 1.511 Erwachsene aus den USA und 1.001 aus Brasilien. Die Ergebnisse wurden gewichtet, um die Repräsentativität der Volkszählung widerzuspiegeln, mit einer Fehlermarge von etwa ±2,5 % für die US-Stichprobe und ±3,1 % für Brasilien.

Da sich die Getränkepräferenzen weiter entwickeln, müssen sich die Unternehmen auf die Transparenz von Inhaltsstoffen und Gesundheitsvorteilen konzentrieren und gleichzeitig digitale Plattformen für die Entdeckung und das Engagement nutzen. Die vollständigen Umfrageergebnisse sind auf der EY-Website verfügbar.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Teilen Sie ihn