Moldawien präsentiert Weinstraßen als touristisches Aushängeschild auf der FITUR 2026 in Madrid

Das Land will internationale Reisende anlocken, indem es die Weinberge, die lokale Küche und das kulturelle Erbe in den Vordergrund stellt

04.02.2026

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Moldova Showcases Wine Routes as Tourism Centerpiece at FITUR 2026 in Madrid

Die Republik Moldau stellt ihre Weinstraßen in den Mittelpunkt ihrer Tourismusstrategie, um mehr Reisende aus Spanien und anderen internationalen Märkten anzuziehen. Das Land präsentierte diesen neuen Schwerpunkt auf der FITUR 2026, einer der weltweit führenden Tourismusmessen, die in Madrid stattfand. Mit über 1.560 Kilometern an Weinwanderwegen, die in das europäische Iter Vitis-Netzwerk integriert sind, bietet Moldawien seinen Besuchern die Möglichkeit, die Weinberge, die ländlichen Landschaften, die lokale Küche und die lebendigen Traditionen zu erkunden.

Der Weintourismus hat sich zu einem der stärksten Trümpfe Moldawiens entwickelt und ist ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Identität des Landes. Seit dem Beitritt zu den Europäischen Kulturstraßen im Jahr 2020 hat Moldawien seine wichtigsten Weinregionen hervorgehoben - Codru, Valul lui Traian und Ștefan Vodă. Diese Gebiete sind die Heimat einheimischer Rebsorten wie Fetească Albă, Fetească Regală, Fetească Neagră und Rară Neagră. Diese Rebsorten erlangen internationale Anerkennung und tragen dazu bei, das kulturelle Erbe Moldawiens mit seinem Land und seinen kulinarischen Erfahrungen zu verbinden.

Das Land präsentiert sich als ein aufstrebendes europäisches Reiseziel, das sich auf Erlebnisreisen, Nachhaltigkeit und authentisches lokales Engagement konzentriert. Die ländlichen Landschaften, das traditionelle Handwerk und das kulturelle Erbe Moldawiens werden durch eine wachsende Infrastruktur unterstützt. Dazu gehört ein Netzwerk von agrotouristischen Bauernhöfen und Weingütern, das von kleinen Familienbetrieben bis zu international anerkannten Produzenten reicht. Zusammen bilden sie ein kohärentes und sich entwickelndes touristisches Ökosystem.

Ana Sandra, stellvertretende Direktorin des Nationalen Fremdenverkehrsamtes der Republik Moldau, erklärte, dass das Land Besucher dazu einlade, ein Reiseziel zu entdecken, in dem sich Weinlandschaften, lokale Gastfreundschaft, Traditionen und kulturelles Erbe zu unvergesslichen Erlebnissen sowohl in den ländlichen Gebieten als auch in der Hauptstadt Chișinău verbinden.

Chișinău selbst wird als städtisches Ausflugsziel mit breiten Boulevards, Architektur aus dem 19. Jahrhundert, Museen und einer sich entwickelnden Gastronomieszene beworben. Neben dem Weintourismus expandiert Moldawien in spezialisierte Segmente wie Medizintourismus, MICE (Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen) und Sporttourismus. Der Chișinău-Marathon ist für September 2026 geplant und wird voraussichtlich internationale Teilnehmer anziehen.

Auch der Naturtourismus ist Teil des Angebots. Mehr als 400 Kilometer Wander-, Rad- und Kajakrouten verbinden die Besucher mit geschützten Naturgebieten. Kulturelle Veranstaltungen wie das DescOpera Festival werden im Juni 2026 an der historischen Stätte von Orheiul Vechi stattfinden.

Elena Stepanov, Exekutivdirektorin des Nationalen Verbands für Incoming- und Inlandstourismus der Republik Moldau, betonte die Entwicklung dieser spezialisierten Segmente. Sie stellte fest, dass wettbewerbsfähige Dienstleistungen, moderne Einrichtungen und persönliche Betreuung internationale Patienten für den Medizintourismus anziehen. In der Zwischenzeit profitieren Geschäftsreisende von leicht zugänglichen Veranstaltungsorten und der bekannten moldawischen Gastfreundschaft.

Diese aktualisierte Tourismusstrategie zielt darauf ab, die Position der Republik Moldau als aufstrebendes europäisches Reiseziel zu stärken, das eng mit seinem Territorium verbundene Erlebnisreisen schätzt. Durch die Hervorhebung der Weinkultur und die Entwicklung spezieller Segmente für internationale Reisende versucht Moldawien, seine Anziehungskraft über traditionelle Urlauber hinaus zu diversifizieren. Die Bemühungen des Landes spiegeln einen breiteren Trend im europäischen Tourismus hin zu Authentizität und nachhaltigem Wachstum wider.

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