Italienische Weinimporte in die USA fallen wertmäßig um 7,5 % trotz stabiler Mengen inmitten von 15 %-Zöllen

Erzeuger absorbieren Preissenkungen, da Zölle und veränderte Verbrauchergewohnheiten den amerikanischen Weinmarkt umgestalten und italienische Exporteure herausfordern

15.01.2026

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Italian Wine Imports to U.S. Drop 7.5% in Value Despite Stable Volumes Amid 15% Tariffs

Die italienischen Weinerzeuger stehen in den Vereinigten Staaten vor neuen Herausforderungen, da sich die jüngsten Zölle auf den Markt auszuwirken beginnen. Nach den Daten von Wine Monitor by Nomisma, die die ersten zehn Monate des Jahres 2025 abdecken, ist der Gesamtwert der Weineinfuhren in die USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 % gesunken. Das Volumen der eingeführten Weine blieb jedoch mit einem leichten Anstieg von 0,1 % nahezu unverändert. Dieser Trend ist bei allen Anbietern und Kategorien zu beobachten, sowohl bei den stillen Weinen als auch bei den Schaumweinen.

Der Hauptgrund für diese Divergenz zwischen Wert und Menge ist ein Rückgang der Durchschnittspreise an der US-Grenze. Die Erzeuger haben ihre Exportpreise gesenkt, um die Einzelhandelspreise für die amerikanischen Verbraucher stabil zu halten. Diese Strategie ist eine Reaktion auf den stagnierenden Verbrauch und die Einführung eines 15%igen Zolls auf importierte Waren durch die US-Regierung.

Bei italienischen stillen Flaschenweinen sank der durchschnittliche Einfuhrpreis pro Liter von 7,07 $ im Zeitraum Januar-Oktober 2024 auf 6,44 $ im gleichen Zeitraum 2025, was einem Rückgang von etwa 9 % entspricht. Trotz dieser niedrigeren Preise hat der Absatz nicht wie erhofft angezogen. Die Verkäufe italienischer stiller Weine außerhalb von Lokalen sind stetig zurückgegangen, wobei die Einzelhandelspreise bis September stabil blieben, bevor sie im Oktober anstiegen.

Die Verlangsamung der Verkäufe kann nicht allein auf die Zölle zurückgeführt werden. Auch bei inländischen Weinen, auf die keine zusätzlichen Zölle erhoben werden, ist der Absatz zurückgegangen. Im Oktober ging der Absatz von in den USA erzeugtem Wein im Vergleich zum Oktober 2024 um 7 % zurück. In den zwölf Monaten bis zum 1. November sank der Absatz von inländischem Wein um 6,5 %. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass allgemeinere Markttrends im Spiel sind, die wahrscheinlich mit veränderten Verbrauchergewohnheiten und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit zusammenhängen.

Aus technischer Sicht haben die Auswirkungen der Zölle die Kosten vom Einzelhandel auf die Importeure und Erzeuger verlagert. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, waren die Hersteller gezwungen, ihre Ausfuhrpreise zu senken und einen Großteil der finanziellen Belastung selbst zu tragen. Die Einzelhandelspreise für die Verbraucher blieben bis zum Frühherbst stabil, was darauf hindeutet, dass die Endabnehmer ihre Kaufgewohnheiten noch nicht wesentlich geändert haben. Infolgedessen tragen die Erzeuger bisher den größten Teil der wirtschaftlichen Auswirkungen.

Mit Blick auf die Zukunft wird der Schutz der Position des italienischen Weins in den USA gezielte Handelsstrategien erfordern. Promotions- und Marketingmaßnahmen werden sowohl außerhalb als auch innerhalb der Lokale wichtig sein, zusammen mit einer sorgfältigen Überwachung der Preisänderungen an der Grenze und der laufenden Zollpolitik der USA. Die Fähigkeit, die Preise anzupassen, ohne die Gewinnspannen oder den Ruf des Produkts zu gefährden, wird von entscheidender Bedeutung sein, da Zölle und stagnierender Verbrauch die Komplexität eines ohnehin schon schwierigen Marktes noch erhöhen.

Die Daten von Anfang 2025 bestätigen, dass die 15 %igen Zölle eine echte Auswirkung auf die italienischen Erzeuger haben, indem sie den durchschnittlichen Importwert senken. Gleichzeitig wird der gesamte Weinabsatz in den Vereinigten Staaten von größeren strukturellen Faktoren beeinflusst, die über die reine Handelspolitik hinausgehen. Für italienische Winzer und Exporteure wird das Gleichgewicht zwischen Preis, Qualität und Handelsstrategie der Schlüssel sein, um auf einem sich entwickelnden amerikanischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

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