14.01.2026

Die europäischen Weinexporte gingen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 zurück und erreichten 13,78 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 4 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2024 entspricht. Der Rückgang, der sich auf 604 Millionen Euro beläuft, ist hauptsächlich auf geringere Lieferungen in die Vereinigten Staaten zurückzuführen. Diese Daten stammen aus dem jüngsten Bericht "Monitoring EU Agri-Food Trade", der von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde und den Handel bis Oktober 2025 abdeckt.
In dem Bericht wird hervorgehoben, dass die US-Zölle eine wichtige Rolle beim Rückgang der Nachfrage nach europäischen Weinen gespielt haben. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor ein wichtiger Markt für die europäischen Weinerzeuger, aber die Einführung und Aufrechterhaltung von Handelshemmnissen hat die Wettbewerbsfähigkeit der Ausfuhren beeinträchtigt. Besonders spürbar sind die Auswirkungen seit Juli, als ein weiterer Rückgang der Ausfuhren von Wein und Spirituosen zu verzeichnen war.
Auch bei Spirituosen und Likören war ein Rückgang zu verzeichnen: Von Januar bis Oktober 2025 beliefen sich die Ausfuhren auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 6 % bzw. 444 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Trotz dieser Rückschläge ist Wein nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des europäischen Agrarexportsektors. Mit einem Anteil von etwa 7 % an den gesamten Agrar- und Lebensmittelexporten ist er nach Getreidezubereitungen und Milcherzeugnissen die drittgrößte Kategorie.
Während Wein und Spirituosen mit Herausforderungen konfrontiert waren, zeigte sich die europäische Agrar- und Ernährungswirtschaft im Allgemeinen widerstandsfähig und wuchs. Allein im Oktober 2025 erreichten die Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern aus der EU ein Rekordhoch von 21,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 7 % gegenüber September und 1 % gegenüber Oktober 2024 entspricht. Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern von Januar bis Oktober 2025 auf 199,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Vereinigte Königreich blieb in diesem Zeitraum das wichtigste Zielland für EU-Agrar- und Ernährungsprodukte und importierte Waren im Wert von 46,6 Milliarden Euro - ein Anstieg von 4 %. Auf das Vereinigte Königreich entfielen 23 % der gesamten EU-Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern, was vor allem auf den gestiegenen Absatz von Kakaoerzeugnissen, Schokolade und Molkereiprodukten zurückzuführen ist. Die Vereinigten Staaten folgten mit Einfuhren im Wert von 24,2 Mrd. Euro, was einem leichten Rückgang von 2 % entspricht. Dieser Rückgang wurde nicht nur durch geringere Wein- und Spirituosenlieferungen, sondern auch durch sinkende Olivenölpreise beeinflusst.
Weitere wichtige Märkte waren die Schweiz (11 Milliarden Euro, plus 9 %), China (10,6 Milliarden Euro, minus 7 %) und Japan (6,5 Milliarden Euro, minus 6 %). Diese Zahlen spiegeln die unterschiedlichen Nachfragetrends in den verschiedenen Regionen wider.
Auf der Importseite führte die EU im Oktober landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von 15,4 Milliarden Euro ein - ein Anstieg um 4 % gegenüber September, aber ein Rückgang um 5 % im Vergleich zum Oktober letzten Jahres. Die kumulierten Einfuhren der ersten zehn Monate erreichten 157,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf die höheren Einfuhrpreise für Rohstoffe wie Kakao und Kaffee zurückzuführen.
Der Handelsüberschuss der EU im Agrar- und Ernährungsbereich stieg im Oktober gegenüber dem Vormonat um 18 % und erreichte mit 6,4 Milliarden Euro den höchsten Stand seit über einem Jahr - 19 % mehr als im Oktober 2024. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober belief sich der kumulierte Überschuss jedoch auf 42 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum immer noch einen Rückgang von etwa 12,5 Milliarden Euro bedeutet. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die gestiegenen Importkosten zurückzuführen.
Die Daten unterstreichen sowohl die Herausforderungen als auch die Stärken des europäischen Agrar- und Ernährungssektors in einem Jahr, das von einer veränderten Handelsdynamik und wirtschaftlichem Druck auf wichtige Exportkategorien wie Wein und Spirituosen geprägt war.
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