05.09.2025

Ein großer Handelsverband, der die europäische Spirituosenindustrie vertritt, drängt die politischen Entscheidungsträger zur raschen Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Mercosur, durch das Zölle von bis zu 35 % auf Spirituosen, die von Europa nach Südamerika exportiert werden, abgeschafft würden. Das Abkommen, über das seit 25 Jahren verhandelt wird, erstreckt sich auf den Mercosur-Block mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Es dürfte den europäischen Herstellern erhebliche Vorteile bringen, da es den Marktzugang erweitert und mehr als 350 geografische Angaben für Spirituosen wie schottischen Whisky, Cognac und irischen Whiskey schützt.
SpiritsEurope, die Handelsorganisation, die sich für den Sektor einsetzt, begrüßte die jüngste Verabschiedung der Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur sowie zwischen der EU und Mexiko. Die Organisation fordert die europäischen Entscheidungsträger auf, diese Abkommen ohne weitere Verzögerung abzuschließen und umzusetzen. Laut Mark Titterington, Generaldirektor von SpiritsEurope, stellt das EU-Mercosur-Abkommen eines der ehrgeizigsten Handelsabkommen dar, das die Europäische Union je abgeschlossen hat. Er betonte, dass jeder Monat, um den sich die Ratifizierung verzögert, verpasste Chancen für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in ländlichen Gemeinden in ganz Europa bedeutet.
Das Abkommen mit dem Mercosur wird die hohen Zölle auf Spirituosen, die derzeit auf einigen wichtigen Märkten bis zu 35 % betragen, schrittweise abschaffen. Außerdem werden nichttarifäre Hemmnisse beseitigt und die logistischen und rechtlichen Bedingungen für europäische Exporteure verbessert. Zusätzlich zu den Zollsenkungen enthält das Abkommen Bestimmungen zum Schutz geografischer Angaben aus beiden Regionen, die sicherstellen, dass Produkte wie Champagner oder Tequila auf den Märkten der jeweils anderen Seite anerkannt und respektiert werden.
Brasilien ist mit einem Anteil von 11 % an den Spirituosenimporten des Landes ein besonders wichtiger Markt für europäische Spirituosen. Allein im Jahr 2024 erreichten die Ausfuhren von EU-Spirituosen in die Mercosur-Länder einen Wert von 67,7 Millionen Euro (etwa 79 Millionen US-Dollar). Auch Mexiko bleibt ein wichtiger Bestimmungsort für europäische Spirituosenausfuhren und gilt als größter lateinamerikanischer Markt für diese Produkte.
Die Handelsgruppe argumentiert, dass eine rasche Ratifizierung dieser Abkommen das Wirtschaftswachstum fördern, Arbeitsplätze schaffen und die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Lateinamerika stärken wird. Der Abbau von Zöllen und regulatorischen Hemmnissen wird es den europäischen Erzeugern erleichtern, auf diesen wachsenden Märkten zu konkurrieren und gleichzeitig die ländliche Wirtschaft im eigenen Land zu unterstützen.
Das EU-Mercosur-Abkommen muss noch von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament endgültig genehmigt werden, bevor es in Kraft treten kann. Die Befürworter hoffen, dass dieser Prozess bald abgeschlossen werden kann, damit die Exporteure von einem verbesserten Zugang zu den südamerikanischen Märkten profitieren können. Das Abkommen wird als wichtiger Schritt zum Aufbau belastbarer und nach außen gerichteter Handelsbeziehungen in einer Zeit angesehen, in der der Welthandel vor immer größeren Herausforderungen steht.
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