China verzögert Brandy-Probe

April 2025 neue Frist

27.12.2024

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China hat seine Antidumpinguntersuchung gegen europäische Brandy-Einfuhren um drei Monate verlängert und den Abschluss auf den 5. April 2025 verschoben. Diese Verlängerung, die das Handelsministerium auf seiner offiziellen Website bekannt gab, ist auf die "Komplexität" des Falles zurückzuführen, wie es hieß. Die Untersuchung, die ursprünglich am 5. Januar 2024 eingeleitet wurde, sollte ursprünglich innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden, aber die chinesischen Vorschriften erlauben unter besonderen Umständen eine Verlängerung von bis zu sechs Monaten.

In den im August veröffentlichten vorläufigen Feststellungen stellte das Ministerium fest, dass die europäischen Branntweineineinfuhren Dumpingspannen von 30,6 % bis 39 % aufweisen und eine erhebliche Bedrohung für Chinas heimische Industrie darstellen. Als vorläufige Maßnahme müssen die Importeure von europäischem Weinbrand seit dem 15. November 2024 auf der Grundlage dieser Dumpingspannen Kautionen oder Garantien beim chinesischen Zoll hinterlegen.

Die Untersuchung ist Teil eines umfassenderen Handelsstreits zwischen China und der Europäischen Union. Am 18. Juli analysierten chinesische Beamte die Auswirkungen auf die Industrie und das öffentliche Interesse an den europäischen Brandy-Importen und ordneten diese Untersuchung in die allgemeine Reaktion Pekings auf die Handelspolitik der EU ein. Der Grund für die Spannungen war die Entscheidung der Europäischen Kommission, ab dem 29. Oktober 2024 höhere Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge zu erheben, und zwar unter Berufung auf staatliche Subventionen, die unfaire Wettbewerbsvorteile bieten. China konterte mit Zöllen auf mehrere europäische Produkte, darunter Weinbrand, Milchprodukte und Schweinefleisch.

Frankreich, ein führender Exporteur von Weinbrand nach China, ist das am stärksten betroffene EU-Land. Zu den französischen Exporten gehören die renommierten Marken Cognac und Armagnac, die bei den chinesischen Verbrauchern sehr beliebt sind. Trotz der Auswirkungen auf die französischen Exporteure hat Frankreich die Entscheidung der Europäischen Kommission, Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge zu erheben, unterstützt und die Maßnahmen als verhältnismäßig und kalibriert" bezeichnet. Diese Haltung steht im Gegensatz zur Position Deutschlands, das einer Eskalation der Handelsspannungen mit China eher zurückhaltend gegenübersteht.

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