11.11.2024

Das chinesische Handelsministerium kündigte am Montag, den 11. November, eine Aktualisierung der vorläufigen Antidumpingmaßnahmen gegenüber aus der Europäischen Union eingeführtem Branntwein an. Die neuen Regelungen werden ab Freitag, 15. November, in Kraft treten. Diese Entscheidung kommt nach den jüngsten Gesprächen zwischen technischen Teams aus der Europäischen Union und China, die Berichten zufolge einige Fortschritte bei der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Einfuhrzöllen auf chinesische Elektrofahrzeuge gemacht haben. Trotz dieser Gespräche konnte die Verhängung der aktualisierten Maßnahmen nicht abgewendet werden.
Laut der offiziellen Erklärung des chinesischen Handelsministeriums müssen europäische Importeure von Weinbrand beim chinesischen Zoll eine Kaution hinterlegen. Diese Kautionen werden auf der Grundlage von Dumpingspannen zwischen 30,6 % und 39 % berechnet, wodurch sich die Einfuhrkosten für europäischen Weinbrand effektiv erhöhen. Die Maßnahmen werden sich vor allem auf die französischen Branntweinausfuhren auswirken, die einen erheblichen Teil des europäischen Spirituosenmarktes in China ausmachen.
Die Forderung nach Sicherheitsleistungen war bereits im Oktober erwartet worden. Dennoch hatten sich die chinesischen Behörden im August zurückhaltend gezeigt, selbst nachdem erste Erkenntnisse darauf hindeuteten, dass europäische Hersteller Weinbrand in China zu deutlich niedrigeren Marktpreisen verkauften. Diese Praxis, die als Dumping bezeichnet wird, wird seit dem 5. Januar untersucht. Die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung zeigten eine potenzielle Bedrohung für die einheimische Branntweinindustrie und rechtfertigten das regulierende Eingreifen der Regierung.
Im Juli führte das Handelsministerium eine Analyse durch, um die Auswirkungen der europäischen Branntweinimporte auf die einheimische Industrie und die wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahmen sowohl für die chinesischen Verbraucher als auch für die Hersteller zu bewerten. Die Überprüfung war Teil einer umfassenderen strategischen Reaktion auf den wachsenden Druck der Europäischen Union, die ihre eigenen restriktiven Maßnahmen gegen bestimmte chinesische Produkte durchgesetzt hat. Diese Handelsspannungen haben sich vor dem Hintergrund der von der EU verhängten Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge entwickelt, ein Sektor, der stark durch staatliche Subventionen gefördert wird.
China ist nach wie vor ein wichtiger Markt für europäische Weinbrandhersteller, insbesondere für französische Exporteure. Neben diesem jüngsten Schritt hat Peking auch Antidumpinguntersuchungen gegen andere europäische Produkte eingeleitet, darunter Milchprodukte und Schweinefleisch. Diese Maßnahmen werden als Teil eines anhaltenden Austauschs von Handelsspannungen als Reaktion auf die europäische Politik gesehen. Die Europäische Kommission beschloss im Anschluss an eine Untersuchung staatlicher Subventionen für chinesische Elektrofahrzeughersteller, die Zölle zu erhöhen, eine Maßnahme, die von Frankreich unterstützt wurde, aber auf eine gemäßigtere und geteilte Haltung Deutschlands stieß. Der fehlende Konsens innerhalb der EU verdeutlicht die unterschiedlichen nationalen Interessen bei der Gestaltung der Handelsbeziehungen mit China.
Die Entwicklung dieser Maßnahmen und die bevorstehenden Handelsverhandlungen werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der wirtschaftlichen Dynamik zwischen China und der Europäischen Union spielen. Die betroffenen Branchen müssen sich nun in einer zunehmend komplexen Handelslandschaft zurechtfinden, die von sich ständig ändernden Vorschriften und anhaltenden geopolitischen Spannungen geprägt ist.
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