24.08.2024

Der laufende Rechtsstreit zwischen Brad Pitt und Angelina Jolie über den Besitz und die Verwaltung von Château Miraval hat mit der Beteiligung des italienischen Getränkeriesen Campari Group eine weitere Wendung genommen. Kürzlich hat Nouvel, das Unternehmen, das Jolie an die Stoli Group verkauft hat, eine neue Klage eingereicht, in der es von Campari America die Herausgabe von Dokumenten im Zusammenhang mit der Verwaltung und dem Vertrieb der prestigeträchtigen Roséweine von Château Miraval in den Vereinigten Staaten und Frankreich fordert. Diese jüngste Entwicklung vervollständigt die ohnehin schon komplexe juristische Saga um das Weingut, das Pitt und Jolie 2012 gemeinsam erworben haben.
Im September 2023 schloss Miraval, das von Pitt in Partnerschaft mit der Familie Perrin aus Châteauneuf-du-Pape betrieben wird, eine exklusive Vertriebsvereinbarung mit der Campari-Gruppe. Diese Partnerschaft wurde als strategischer Schachzug angesehen, da Campari, bekannt für seine ikonischen Aperitif-Marken wie Aperol und Campari, darauf abzielte, Miraval-Weine als erstklassige Wahl für Aperitif-Anlässe zu positionieren. Die Stoli-Gruppe, die nun Jolies Anteil an Miraval besitzt, möchte jedoch Klarheit darüber haben, wie Campari diese Vertriebsrechte inmitten der laufenden Rechtsstreitigkeiten erhalten hat.
In der am 29. Juli 2024 in Kalifornien eingereichten Klage werden alle Dokumente angefordert, die Aufschluss über die Rolle von Campari bei dem geben könnten, was die Stoli Group als "Pitts Plan, Château Miraval seines Vermögens und seines Wertes zu berauben" bezeichnet hat. Es ist nicht das erste Mal, dass ein großer Akteur der Getränkeindustrie in diesen komplexen Konflikt verwickelt ist. Der Streit brach ursprünglich im Jahr 2022 aus, als Pitt Jolie verklagte, weil sie ihren Anteil an Miraval ohne sein Wissen oder seine Zustimmung an die Stoli Group verkauft hatte, die dem russischen Milliardär Yuri Shefler gehört.
Daraufhin erhob Nouvel Gegenklage und beschuldigte Pitt und seinen Weinpartner Marc Perrin, sie unrechtmäßig aus dem Unternehmen ausgeschlossen und ihre Investition absichtlich abgewertet zu haben. In dieser Klage forderte Nouvel 250 Millionen Dollar Schadenersatz. Darüber hinaus beantragte Jolies Anwaltsteam im April 2024 die Freigabe von Unterlagen, die ihrer Ansicht nach beweisen würden, dass Pitt sie daran hinderte, ihre Anteile an Château Miraval zu verkaufen, es sei denn, sie stimmte einer äußerst restriktiven Vertraulichkeitsvereinbarung zu.
Pitt hat stets argumentiert, dass Jolie nicht zum Erfolg des Weinguts beigetragen hat und dass ihr Verkauf der Anteile an die Stoli-Gruppe ein Racheakt nach ihrer Scheidung 2016 war. Die Beteiligung von Campari an diesem Rechtsstreit führt zu einer neuen Unsicherheit über die Zukunft des zehnjährigen Vertriebsvertrags, den das Unternehmen mit Miraval unterzeichnet hat. Trotz der Streitigkeiten gehören die Weine von Miraval, darunter Miraval Côtes de Provence, Muse de Miraval, Studio by Miraval und Fleur de Miraval, nach wie vor zu den meistverkauften Roséweinen sowohl in den USA als auch in Frankreich.
Die Weinindustrie verfolgt den Fortgang des Rechtsstreits mit großer Aufmerksamkeit, da sie weiß, dass das Ergebnis erhebliche Auswirkungen auf die Vertriebs- und Markenstrategien eines der berühmtesten Rosé-Hersteller der Welt haben könnte. Die Beteiligung wichtiger Branchenakteure wie Campari unterstreicht nur, wie viel in diesem Streit auf dem Spiel steht, bei dem nicht nur die Eigentumsverhältnisse, sondern auch die zukünftige Ausrichtung und der Wert von Château Miraval auf dem Spiel stehen.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
E-Mail: [email protected] | Tel: +34 986 077 611
Hauptsitz und Büros in Vilagarcia de Arousa, Galicien