20.05.2024

Frankreichs Platz an der Spitze des globalen Weinmarktes bleibt unangetastet, auch wenn der Exportwert leicht zurückgeht. Nach Angaben der Weltzollbehörde für die wichtigsten Weinmärkte sanken die weltweiten Weinexporte im Jahr 2023 um 4,7 % auf 35,957 Mrd. Euro. Das ist zwar weniger als der Rekordwert von 37,715 Milliarden Euro im Jahr 2022, aber immer noch der dritthöchste Wert aller Zeiten.
Frankreich dominiert weiterhin die Weltbühne mit einem Exportwert von 11,972 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 2,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Wert ist immer noch der zweithöchste in der Geschichte der französischen Weinexporte, knapp hinter den 12,3 Milliarden Euro, die im Jahr 2022 erreicht werden. Was Frankreich von anderen großen Weinproduzenten wie Italien und Spanien unterscheidet, ist seine Fähigkeit, die Preise Jahr für Jahr zu halten und sogar zu erhöhen. Im Jahr 2023 lag der Durchschnittspreis der französischen Weinexporte bei 9,37 Euro pro Liter, ein Anstieg von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr und der höchste jemals verzeichnete Wert.
Mehrere Faktoren tragen zum anhaltenden Erfolg Frankreichs auf dem Weinmarkt bei. An erster Stelle stehen der weltweite Ruf und die Qualität, die mit französischen Weinen verbunden sind. Renommierte Regionen wie Bordeaux, Burgund und Champagne produzieren Spitzenweine, die sehr gefragt sind und höhere Preise erzielen können. Darüber hinaus hat die französische Weinindustrie Tradition und Innovation gekonnt miteinander verbunden und sich an Markttrends angepasst, ohne dabei ihr prestigeträchtiges Image zu verlieren.
Italien, der zweitgrößte Exporteur nach Wert, erzielt im Jahr 2023 Weinexporte im Wert von 7,772 Milliarden Euro bei einem Durchschnittspreis von 3,64 Euro pro Liter. Spanien, der drittgrößte Exporteur, verzeichnete 2,969 Milliarden Euro, bei einem Durchschnittspreis von 1,43 Euro pro Liter. Beide Länder exportieren zwar größere Mengen Wein als Frankreich, ihre deutlich niedrigeren Preise spiegeln jedoch eine andere Marktstruktur wider, mit einem höheren Anteil an nicht abgefülltem Wein und einer geringeren Konzentration auf Spitzenprodukte.
Frankreichs Führung auf dem Weinmarkt hat nicht nur mit Zahlen zu tun, sondern auch mit der Wahrnehmung von Qualität und Prestige. Die internationalen Verbraucher sind bereit, für französische Weine einen Aufpreis zu zahlen, was es den Erzeugern ermöglicht, höhere Gewinnspannen zu erzielen und in ihre Weinberge und Produktionsverfahren zu investieren.
Die Politik und die Unterstützung der Regierung haben ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung und Förderung der französischen Weinindustrie gespielt. Investitionen in das Marketing, der Schutz von Appellationen und strenge Qualitätsstandards haben dazu beigetragen, Frankreichs Position als Weltmarktführer im Weinsektor zu festigen.
Während Frankreich wertmäßig dominiert, bleiben Italien und Spanien starke Akteure in Bezug auf das Gesamtexportvolumen, jedes mit seinen eigenen Strategien und Marktsegmenten. Da sich Italien und Spanien auf erschwinglichere Preise konzentrieren, können sie unterschiedliche Verbrauchergruppen ansprechen und bedeutende Marktanteile halten.
Der weltweite Weinhandel ist nach wie vor ein dynamischer und wettbewerbsintensiver Markt. Frankreich ist wertmäßig führend und profitiert von seinem guten Ruf und seinen qualitativ hochwertigen Produkten, während Italien und Spanien mit ihren großen Mengen und wettbewerbsfähigen Preisen eine bedeutende Position halten. Dieses Szenario verdeutlicht die Vielfalt und den Reichtum des globalen Weinsektors, in dem jedes Land seine Nische und seine Strategie findet, um zu glänzen. Ob Sie nun ein Fan von französischer Raffinesse, italienischem Flair oder spanischer Vitalität sind, in der weiten Welt des Weins findet sich für jeden Gaumen ein Platz.
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